Marktbericht Schweiz
Börse Zürich bleibt in Gewinnzone

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag seine Gewinne bis zum Handelsschluss wieder etwas abgegeben. Der Leitindex SMI war fulminant in den neuen Handelstag gestartet und verzeichnete zwischenzeitlich Aufschläge von mehr als 400 Punkten.

HB ZÜRICH. Mit der Eröffnung in den USA kam der Index aber wieder etwas zurück und konnte bis zum Schluss nicht mehr an die Tageshöchststände anknüpfen.

Grund dafür sind die abgebröckelten Gewinne bei den Bankenwerten an den US-Börsen. Während die Standardwerte in der ersten Handelsstunde einen Teil ihrer Aufschläge behaupteten, hätten die Indizes der Technologiebörse Nasdaq ins Minus gedreht, sagte ein Händler. Demnach sei es nach den rekordverdächtigen Aufschlägen vom Vortag zu Gewinnmitnahmen gekommen. Bei Börsenschluss in Europa notiert der US-Leitindex aber wieder leicht im Plus.

Konjunkturseitig gab es am Dienstag nur wenig zu berichten. In Deutschland hat sich die Konjunkturlage gemäß ZEW-Index stärker als erwartet eingetrübt.

Der SMI schloss um 303,9 Punkte oder 5,10 Prozent höher auf 6 260,22 Stellen. Das Tageshoch lag bei 6"408,80 Punkten. Der Swiss Leader Index (SLI) stieg um 5,33 Prozent auf 913,38 Zähler und der breite Gesamtmarkt (SPI ) um 4,74 Prozent auf 5 197 Punkte.

In Europa hatten die Financials von den übers Wochenende getroffenen Rettungsmaßnahmen für die Banken profitiert. Weiterer Auftrieb bekam das Sentiment aufgrund weiterer Nachrichten zur Branchenkonsolidierung.

Die größten Aufschläge verzeichneten bei Handelsschluss die Valoren der Credit Suisse (+15,2% auf 50,50 Franken). Gemäß Händlern profitierte der Titel von den Investments der israelischen Koor und von Morgan Stanley. Das sorge für etwas Fantasie im Titel, meinte ein Marktbeobachter. Allerdings seien die Positionen wohl eher nicht strategischer Natur.

Aber auch die weiteren Finanzwerte waren gefragt. UBS haussierten 12,0 Prozent auf 21,40 Franken, ZFS 11,6 Prozent auf 250,50 Franken und Swiss Re 9,8 Prozent auf 50,30 Franken.

Nebst den Banken und den meisten Versicherern standen auch einige zyklische Aktien auf der Einkaufsliste der Investoren. Dabei fielen vor allem Holcim (+6,7% auf 77,15 Franken) auf. Aber auch Richemont (+5,7% auf 45,74 Franken) oder Adecco (+3,9% auf 44,82 Franken) waren gesucht. Deutliche Aufschläge verzeichneten zudem die Nestle-Valoren (+5,0% auf 44,82 Franken).

Weniger stark gesucht waren derweil die eher defensiven SMI-Schwergewichte Novartis (+2,6% auf 55,10 Franken) und Roche (+0,3% auf 162,80 Franken). Anleger zeigten sich im Vorfeld der Zahlen der Tochter Genentech zurückhaltend. Die Gesellschaft publiziert nach US-Börsenschluss ihr Ergebnis des dritten Quartals.

Die einzigen Verluste verzeichneten im SMI/SLI OC Oerlikon (-2,2% auf 145,30 Franken). Grund dafür waren Befürchtungen, wonach Großaktionär Viktor Vekselberg wegen der Finanzkrise bei seinen Beteiligungen Verschiebungen vornehmen muss./

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%