Marktbericht Schweiz
Börse Zürich: Dünner Handel und Verluste

Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Montag bei dünnen Volumen mit Verlusten abgeschlossen. Während sich der Leitindex SMI und der breite SPI getragen von den Pharmaschwergewichten zwischenzeitlich in die Gewinnzone vorarbeiten konnten, blieb der SLI im Minus.

HB ZÜRICH. Am Ende konnte sich aber keiner der Indizes dem sich verstärkenden Abwärtstrend widersetzen, wobei die Finanzwerte zum Schluss zu den großen Verlierern gehörten.

Bis Börsenschluss büßte der SMI 0,74 Prozent auf 5 419,52 Punkte ein. Der SLI sank um 1,78 Prozent auf 768,44 Einheiten und der breite SPI fiel um 0,68 Prozent auf 4 477,33 Punkte.

Insgesamt fehlten den Aktien zu Beginn der verkürzten Weihnachtshandelswoche die Impulse, sagten Marktteilnehmer. Der Handel sei in ruhigen Bahnen verlaufen und die schwächeren Kurse an der Wall Street hätten auch in Zürich auf die Stimmung gedrückt.

Bei den Bluechips waren die Verluste breit gestreut. Deutlich unter Druck standen die Großbankentitel UBS (-4,3 Prozent auf 13,50 Schweizer Franken) und Credit Suisse (-4,0 Prozent auf 27,74 Franken). Aber auch die meisten Assekuranzen konnten sich der schwachen Stimmung nicht entziehen, und so büßten etwa Swiss Re 5,3 Prozent auf 46,56 Franken oder Swiss Life 7,1 Prozent auf 65,00 Franken. Bei beiden Versicherungen ging es vor allem in der Schlussviertelstunde stark bergab. Den Finanztiteln insgesamt boten auch die Nachrichten, dass sich UBS und Swiss Re über Darlehen beziehungsweise eine Kreditfazilität refinanzieren konnten, keine Stütze.

Größere Verluste waren auch bei Nobel Biocare (-5,6 Prozent auf 20,10 Franken) zu sehen. Die Aktie habe auf die Gewinnwarnung des US-Medizinaltechnikkonzerns Stryker reagiert, hieß es. Ebenso kam Adecco (-3,0 Prozent auf 35,80 Franken) nach einer Gewinnwarnung der Konkurrentin Manpower unter verstärkten Druck. ABB (-3,8 Prozent auf 14,89 Franken) bauten die Verluste vom Freitag aus, wobei die vor dem Wochenende gemeldete Rückstellung von 850 Mill. Dollar weiter auf den Titeln lastete. Am Montag kam auch noch eine negative Branchenstudie von Merrill Lynch dazu.

Unterstützung erhielt der Markt dagegen von den Pharmaschwergewichten Novartis (+0,7 Prozent auf 52,40 Franken) und Roche (+1,9 Prozent auf 163,00 Franken). Novartis hatte am Wochenende von der FDA eine weitere Zulassung für das Medikament Glivec erhalten. Es darf nun in den USA auch für die nachoperative Behandlung nach einer Entfernung eines Magen-Darm-Krebses verwendet werden. In Marktkreisen wurde die Nachricht allerdings als kursneutral bewertet.

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