Marktbericht Tokio
Börse Tokio schließt im Minus

Die Tokioter Börse hat vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank leichter geschlossen. Belastet wurde der Markt durch schwache Geschäftsausblicke zahlreicher Unternehmen wie von Sumitomo Metal Mining.Der Bankensektor profitierte nach Händlerangaben von der Einschätzung der Börsianer, dass das Schlimmste der Kreditkrise vorüber sei.

HB TOKIO. Am Markt wird damit gerechnet, dass die Fed am Mittwoch den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,0 Prozent senken wird. Außerdem dürfte sie nach Einschätzung von Experten signalisieren, dass darüber hinaus zunächst keine weiteren Senkungen mehr geplant sind.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,3 Prozent tiefer auf 13 850 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,2 Prozent auf 1358 Zähler. Mit Ausnahme von Hongkong präsentierten sich die anderen asiatischen Aktienmärkte freundlich. Beflügelt von einer Rally bei den Bankenwerten beliefen sich die Kuraufschläge an den Börsen Shanghai, Singapur, Taiwan und Südkorea auf bis zu 4,4 Prozent.

Gegen den negativen Trend in Tokio konnten sich die Anteilsscheine von Matsushita Electric Industrial Co mit einem Kurssprung von 14,5 Prozent stemmen. Der Hersteller von Panasonic-Geräten hatte dank guter Flachbildschirm-Verkäufe einen 15-prozentigen Gewinnanstieg im Quartal verbucht und seine Jahresprognose angehoben. Sumitomo Metal gaben indes nach einem schwachen Ausblick um knapp acht Prozent nach.

Auf den Kauflisten der Börsianer standen unter anderen Finanzwerte. Hoffnungen, dass die aggressiven Zinssenkungen der Fed bald zu einem Ende kommen könnten, beflügelten den Sektor. So rückten die Aktien des Branchenzweiten Mizuho Financial Group um 2,1 Prozent vor.

Gesucht waren auch die Aktien von Softbank. Das japanische Internet- und Mobilfunkunternehmen will offenbar die chinesische Internetfirma Oak Pacific Interactive für umgerechnet 185 Mill. Euro übernehmen. Softbank-Papiere verteuerten sich um 2,2 Prozent.

Der US-Dollar hat im fernöstlichen Devisenhandel kaum verändert tendiert. Der Euro wurde mit 1,5563 Dollar gehandelt und lag damit dicht an seinem Monatstief von 1,5540 Dollar, auf das der Euro am Vortag gefallen war. In japanischer Währung wurden für einen Dollar 104,06 Yen bezahlt.

Negative Daten zum Verbrauchervertrauen und zu den Immobilienpreisen hatten am Dienstag die US-Aktienmärkte belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer bei 12 831 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,4 Prozent auf 1390 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,1 Prozent auf 2426 Punkte zu.

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