Marktbericht Tokio
Nikkei schließt ein Prozent höher

Die Abschwächung der Landeswährung Yen und gute Vorgaben der Wall Street haben der Tokioter Börse am Freitag Auftrieb verliehen. Zudem machten Händler Hoffnungen auf eine baldige Besserung der US-Konjunktur für die Kursgewinne verantwortlich. US-Bürger hatten im Mai unerwartet viel Geld bei den größten Einzelhändlern des Landes ausgegeben. Zudem waren zuletzt überraschend wenige Amerikaner arbeitslos.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,0 Prozent fester mit 14 489 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 1428 Zähler. Seit seinem Tiefstand am 17. März hat der Nikkei damit um 23 Prozent zugelegt. Auch in Taiwan, Hongkong und Singapur setzte sich die positive Tendenz fort. Lediglich Südkorea notierte leicht im Minus.

Zu den Gewinnern in Tokio zählten Aktien von exportorientierten Unternehmen, die von dem Yen profitierten. So kletterten die Anteilsscheine des Kameraherstellers Canon um 1,1 Prozent. Ebenfalls gefragt waren die Dividendenpapiere des größten japanischen Brokerhauses Nomura mit einem Aufschlag von 2,0 Prozent. "Der Markt wurde schlicht und einfach durch das Interesse ausländischer Investoren beflügelt", sagte Masaru Hamasaki von Toyota Asset Management. Anleger aus dem Ausland haben jüngsten Daten der Tokioter Börse zufolge im Mai netto für knapp elf Mrd. Dollar japanische Aktien gekauft, so viel wie seit Juni 2007 nicht mehr.

Die US-Börsen hatten am Donnerstag freundlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 12 604 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,9 Prozent auf 1404 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,9 Prozent auf 2549 Punkte zu.

Der Euro behauptete in Fernost die Gewinne, die er nach den Äußerungen von EZB-Präsident Jean Trichet-Claude erzielt hatte. Trichet hatte am Donnerstag eine Zinserhöhung im Juli nicht ausgeschlossen. Analysten halten es nun für möglich, dass der Euro bald wieder sein im April markiertes Rekordhoch von 1,6020 Dollar in Angriff nimmt.

Die europäische Einheitswährung zeigte sich mit 1,5594 Dollar zum Greenback leicht fester verglichen mit dem späten US-Devisenhandel. Im asiatischen Handel war der Euro bis auf 1,5605 Dollar geklettert, nachdem er am Donnerstag ein Drei-Wochen-Tief von 1,5365 Dollar gesehen hatte. Zur japanischen Landeswährung kletterte der Euro leicht auf ein Fünf-Monats-Hoch von 165,52 Yen. Der Dollar stieg zum Yen moderat auf 106,15 Yen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%