Marktbericht: US-Börsen
Kursfeuerwerk in New York

Die New Yorker Börsen haben am Mittwoch die kräftigsten Gewinne seit mehr als drei Monaten verbucht. Für große Erleichterung sorgte bei den Anlegern vor allem die Nachricht, dass die Kreditkrise die fünftgrößte US-Bank Wells Fargo weniger schlimm getroffen hat als zunächst befürchtet. Weitere positive Nachrichten gaben den Kursen zusätzlich Schub.

HB NEW YORK. Der stark sinkende Ölpreise nach der Veröffentlichung von US-Lagerdaten trieb die Kurse ebenfalls nach oben. Auch ein massiver Anstieg der Inflation auf fünf Prozent im vergangenen Monat konnte die Stimmung an den Märkten daher nicht trüben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss 2,52 Prozent im Plus bei 11 239 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 10 918 und 11 244 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 2,51 Prozent fester mit 1245 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann gar 3,12 Prozent auf 2284 Punkte hinzu. In Deutschland hatte der Dax zuvor 1,2 Prozent höher bei 6155 Zählern geschlossen.

Wells Fargo wies zwar einen Gewinnrückgang um 23 Prozent auf 1,75 Mrd. Dollar für das zweite Quartal aus. Pro Aktie verdiente das Institut aber mit 53 Cent vier Cent mehr als erwartet. Die Aktie schoss um 32,8 Prozent in die Höhe.

Auf Erholungskurs waren auch andere Titel des Sektors, etwa die zuletzt stark gebeutelten Papiere der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, mit einem Plus von 30,8 beziehungsweise 29,9 Prozent. US-Notenbankchef Ben Bernanke erklärte vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses, beide Institute verfügten über genügend Kapital und seien nicht vom Bankrott bedroht. Kräftig aufwärts ging es auch für die Aktien der Bank of America, die 22,4 Prozent höher notierten.

Während Investoren die zuletzt verschmähten Finanztitel wieder entdeckten, zogen sie ihr Kapital nach einem Rückgang des Ölpreises aus Energietiteln ab. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl sank um mehr als vier Dollar auf 134,50 Dollar, nachdem die US-Rohöl-Lagerbestände in der vergangenen Woche stärker als erwartet gestiegen waren.

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