Marktbericht USA
Anleger halten sich vor US-Arbeitsmarktdaten zurück

Die US-Börsen haben den Handel am Donnerstag mit leichten Gewinnen beendet. Vor allem als defensiv bekannte Papiere aus der Pharma- und Konsumgüterbranche wie von Merck & Co und Procter & Gamble waren gefragt.

HB NEW YORK. Wöchentliche Daten zu den Arbeitslosenzahlen lieferten Händlern zufolge Anhaltspunkte dafür, dass die Entwicklung am Arbeitsmarkt nicht aus dem Ruder läuft. Die Stimmung dämpften jedoch Zahlen zum Auftragseingang in der Industrie, der stärker zurückging als erwartet. Viele Anleger zeigten sich vor dem am Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht September abwartend.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert bei 13.974 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 13.951 und 14.010 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,21 Prozent auf 1542 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,15 Prozent auf 2733 Stellen.

„Es herrscht großes Interesse an den morgigen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt. Wenn wir Nachrichten bekommen, dass die Wirtschaft in guter Verfassung ist, wird das auch dem Aktienhandel helfen“, sagte Charles Lieberman von Advisors Capital Management LLC. Die am Donnerstag veröffentlichte Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg etwas stärker als erwartet. Schwache Zahlen im August galten neben der Hypothekenkrise als Grund dafür, dass die US-Notenbank im September die Zinsen senkte.

Vom schwächeren Dollar profitierte der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble, dessen Papiere sich um 0,6 Prozent auf 70,83 Dollar verteuerten. Die Aktien des Pharmakonzerns Merck & Co. zogen um 1,36 Prozent an auf 52,86 Dollar.

Ein Gewinnrückgang im dritten Quartal belastete dagegen den Kurs der Hotelkette Marriott, der um 4,6 Prozent auf 42,28 Dollar nachgab. Ein Bericht des „Wall Street Journal“, nach dem ein Investor den Druck auf den Chef des Telekomkonzerns Sprint Nextel im Streit über die Konzernstrategie erhöhte, beflügelte den Kurs. Die Papiere verteuerten sich um 2,77 Prozent auf 19,28 Dollar.

Exxon-Mobil-Papiere wurden verkauft und verloren 0,45 Prozent an Wert. Sie litten unter dem Ölpreis, der zuletzt mehrere Tage in Folge nachgegeben hatte. Ein Fass US-Leichtöl verteuerte sich indes in New York wieder um gut eineinhalb Dollar auf 81,51 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Milliarden Aktien den Besitzer. 2038 Werte legten zu, 1226 gaben nach und 113 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1648 im Plus, 1278 im Minus und 144 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 8/32 auf 101-23/32. Sie rentierten mit 4,529 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 17/32 auf 103-20/32 und hatten eine Rendite von 4,769 Prozent.

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