Marktbericht Wall Street
An US-Börsen gehen wieder Zinsängste um

Die Warnungen eines hochrangigen Notenbankers vor anhaltenden Inflationsgefahren haben am Dienstag den Handel an der Wall Street belastet. Die US-Aktienmärkte haben darauf uneinheitlich geschlossen. Kräftig anziehende Technologiewerte verhinderten allerdings breitere Verluste.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem leichten Minus von 0,05 Prozent bei 11 339 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11 303 und 11 383 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,1 Prozent auf 1298 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq legte um 0,11 Prozent auf 2150 Punkte zu.

Der Präsident der Zentralbank von Chicago, Michael Moskow, sagte in einer Rede, weitere Erhöhungen der Leitzinsen könnten nötig sein. Die Gefahr einer zu hohen Inflation sei größer als die eines zu geringen Wirtschaftswachstums. Das weckte neue Zinsängste und belastete damit die Werte einiger großer Unternehmen. Im August hatte die US-Notenbank Fed erstmals nach 17 Zinserhöhungen in Folge auf eine Anhebung des Schlüsselsatzes verzichtet.

Die Debatte über die Fed-Politik sei immer noch unentschieden zwischen Inflationsrisiken und der Gefahr eines Wirtschaftsabschwungs, sagte Alexander Paris von Barrington Research. An den internationalen Aktienmärkten geht seit Monaten die Sorge um, dass die Fed mit weiteren Zinserhöhungen das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt abwürgen könnte. Die US-Indizes büßten ihre anfänglichen Gewinne deshalb nach den Äußerungen Moskows weitgehend ein.

Zu den größten Verlierern sowohl im Dow Jones als auch im S&P 500 gehörte der Versicherungskonzern American International Group. Das Papier verlor ein Prozent auf 63,11 Dollar. Die Aktie des Software-Unternehmens Microsoft büßte sogar 1,91 Prozent auf 25,62 Dollar ein.

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