Marktbericht
Wall Street dreht zum Wochenschluss deutlich ins Plus

Die US-Aktienmärkte haben am Freitag im Schlussgeschäft angesichts positiver Unternehmensnachrichten wieder deutlicher ins Plus gedreht. Zwischenzeitlich hatten die Anleger erst einmal Kasse gemacht und damit die Kurse gedrückt.

HB NEW YORK. Der Aufschwung wurde Händlern zufolge aber durch das enttäuschende Ergebnis des Unterhaltungskonzerns Disney vom Vorabend abgebremst. Zudem sie die Stimmung etwas durch die im Einklang mit den Ölpreisen nachgebende Kurse großer Energiekonzerne getrübt worden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Handelsverlauf zwischen 10.796 und 10.697 Punkten. Er verließ den Markt 0,43 Prozent höher mit 10.766 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index zog um 0,44 Prozent auf 1248 Punkte an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,3 Prozent auf 2227 Stellen vor. Im Vergleich zur Vorwoche gewannen alle drei Indizes deutlich; der Dow 0,75 Prozent, der S&P 1,10 Prozent und der Nasdaq 1,12 Prozent.

Der Rohölpreis gab weiter nach. An der New Yorker Rohstoffbörse Mercantile Exchange sank der Preis pro Barrel um 54 Cent auf 55,80 Dollar. Im Devisenhandel stieg der Kurs des Euro zum Dollar auf 1,1769 (1,1749) Dollar.

Ein Zeitungsbericht über eine bevorstehende Umstrukturierung des weltgrößten Autokonzerns General Motors einschließlich des Abbaus von 25.000 Stellen regte die Kauflaune der Investoren an, was dem Kurs der GM-Aktie zu einem Plus von knapp 6,3 Prozent auf 24,05 Dollar verhalf.

Eine optimistische Gewinnprognose des Mischkonzerns General Electric und der Verkauf des größten Teils seines Rückversicherungsgeschäfts an Swiss RE honorierte die Börse mit einem Aufschlag auf den Kurs von gut 3,1 Prozent auf 35,75 Dollar. Auch ein am Vorabend vorgelegter positiver Ausblick des weltweit zweitgrößten Computer-Herstellers Hewlett-Packard (HP) verleitete manchen Anleger zum Kauf der Papiere, die daraufhin knapp 1,4 Prozent auf 29,40 Dollar zulegten.

"Der Markt hat sich in dieser Woche recht gut entwickelt. Ohne Disney hätte die Börse noch stärker angezogen", sagte Victor Pugliese von der First Albany Corp. Mit Enttäuschung nahmen die Anleger das schwache Disney-Ergebnis auf. Dafür straften sie das Unternehmen mit einem Abschlag von mehr als drei Prozent auf 25,20 Dollar ab.

Zudem beurteilten viele Investoren angesichts weiter sinkender Ölpreise die Gewinnchancen der Energiekonzerne negativer. Deshalb verkauften sie Papiere wie die des Ölkonzerns ConocoPhillips und drückten damit den Kurs um fast 1,4 Prozent auf 62,23 Dollar.

Nach anfänglich positiver Aufnahme auf dem Börsenparkett sahen die Anleger auch die milliardenschwere Übernahme des Herstellers von TV-Set-Top-Boxen Scientific-Atlanta durch den weltgrößten Netzwerk-Ausrüster Cisco skeptisch.

Wegen der hohen Kosten des Geschäfts von fast sieben Milliarden Dollar gaben sie ihre Cisco-Anteile ab. Der Kurs reagierte darauf mit einem Minus von gut zwei Prozent auf 17,02 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,81 Milliarden Aktien den Besitzer. 1977 Werte legten zu, 1321 gaben nach und 179 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,04 Milliarden Aktien 1834 im Plus, 1211 im Minus und 145 unverändert. An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 9/32 auf glatt 100 Punkte. Sie rentierten mit 4,500 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben im Kurs um 19/32 auf 110-2/32 Zähler nach. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,689 Prozent.

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