Marktbericht Wall Street
New Yorker Börsen schließen im Plus

Nachdem die US-Börsen zunächst negativ in den Handelstag starteten, hat sich die Stimmung im Tagesverlauf gedreht. Besonders IBM konnte dabei die Märkte überzeugen, aber auch Energiewerte standen hoch im Kurs. Während die Wall Street dadurch fest im Plus schloss, zählte ein Internet-Riese zu den Verlierern des Tages.

HB NEW YORK. Das Börsenschwergewicht IBM hat mit der Ankündigung eines milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms der Wall Street am Dienstag zu Gewinnen verholfen. Gefragt waren zudem Energiewerte, nachdem der Ölpreis auf über 101 Dollar je Barrel kletterte. Für positive Stimmung sorgte auch die Rating-Agentur Moody's, die ihre Spitzen-Bewertung für den wegen der Kreditkrise unter Druck geratenen Anleiheversicherer MBIA bekräftigte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel 0,9 Prozent im Plus bei 12 685 Punkten. Er pendelte zwischen 12 512 und 12.734 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,7 Prozent zu auf 1381 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,75 Prozent auf 2345 Punkte. Der deutsche Leitindex Dax hatte 1,5 Prozent im Plus geschlossen bei knapp 6986 Punkten.

IBM-Papiere verteuerten sich um 3,9 Prozent. Der Konzern sorgte für Jubel unter den Anlegern mit der Mitteilung, dass er für 15 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen werde. Zudem konkretisierte IBM seine Jahresprognose. Die Börsen drehten nach der Mitteilung ins Plus. MBIA-Aktien kletterten 4,8 Prozent. Bereits am Vortag hatte Standard & Poor's das "AAA"-Rating bekräftigt. Die Bestätigung der Einschätzung durch die Agenturen habe für Zuversicht am Markt gesorgt, sagte Michael James von Wedbush Morgan.

Zu den Gewinnern zählten zudem wegen des gestiegenen Ölpreises Energiewerte. Exxon-Mobil-Papiere verteuerten sich um 0,85 Prozent, Chevron-Aktien legten 1,08 Prozent zu. Papiere des Kaufhausbetreibers Macy's kosteten 7,1 Prozent mehr, die des Unterhaltungselektronikgeräte-Herstellers Radioshack schossen mehr als 21 Prozent in die Höhe. Die Firmen hatten besser als erwartete Quartalsgewinne präsentiert.

Der Vizechef der US-Notenbank, Donald Kohn, beruhigte außerdem Anleger, die angesichts eines überraschend starken Anstiegs der Erzeugerpreise befürchteten, ein anhaltender Preisdruck könne die US-Notenbank von weiteren Zinssenkungen im Kampf gegen eine Rezession abhalten. Die Gefahr, dass sich die Wirtschaft weiter abschwäche, sei ein größerer Grund zur Sorge als eine steigende Inflation, sagte Kohn. Die Notenbank habe aber Möglichkeiten zum Eingreifen. "Wir haben die Werkzeuge (...) Und wie (Fed-Chef Ben) Bernanke schon wiederholt gesagt hat: Wir werden tun, was notwendig ist." Auslöser der Bedenken am Markt war die Vorlage der Erzeugerpreise in den USA, die im Januar stärker als erwartet gestiegen waren. Enttäuschende Daten zum Verbrauchervertrauen verstärkten zudem Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung.

Zu den Verlieren zählten Google-Papiere, die sich nach Kurszielsenkungen um knapp 4,6 Prozent verbilligten. Zudem wurde die Aktie durch einen Bericht belastet, wonach Internet-Nutzer über Google zuletzt weniger Werbung anklickten.

Abwärts ging es auch für die Aktien des Bürobedarf-Händlers Office Depot. Sie brachen 6,24 Prozent ein. Das Unternehmen hatte einen deutlichen Rückgang des Quartalsgewinns verbucht. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,54 Milliarden Aktien den Besitzer. 2153 Werte legten zu, 976 gaben nach und 89 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,29 Milliarden Aktien 1878 im Plus, 1061 im Minus und 112 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 96-31/32. Sie rentierten mit 3,869 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 01/32 auf 95-12/32 und hatten eine Rendite von 4,663 Prozent.

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