Marktbericht Westeuropa-Handel
Börsen London und Paris nur leicht im Minus

Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Donnerstag knapp behauptet geschlossen. Die Börsen in Paris und London gingen angesichts positiver Zahlen europäischer und US-amerikanischer Unternehmen nur mit einem leichten Minus aus dem Handel.

HB PARIS/LONDON. Der Eurostoxx 50 gab um 0,44 Prozent auf 4 339,93 Punkte nach. Der auch britische Werte umfassende Stoxx 50 verlor 0,35 Prozent auf 3 839,16 Zähler. Für den Euronext 100 ging es um 0,26 Prozent auf 1 022,52 Punkte nach unten. In Paris verlor der CAC 40 0,12 Prozent auf 5 829,04 Zähler. Der Londoner Ftse 100 sank um 0,14 Prozent auf 6 440,60 Zähler.

Rohstoffwerte gehörten zu den größten Verlierern. Die Sorge, China könnte seine Leitzinsen anheben, um das zunehmende Wachstumstempo zu drosseln, habe zu einem Ausverkauf der Titel geführt, sagten Händler. Die Branche hatte in den vergangenen Jahren maßgeblich vom chinesischen Wirtschaftsboom profitiert. Rio Tinto , die zudem von schwachen Produktionsdaten für das erste Quartal belastet wurden, gaben um 1,35 Prozent auf 3 077,00 Pence nach. Für Kazakhmys ging es um 1,37 Prozent auf 1 153,00 Pence nach unten, und Antofagasta verloren 2,11 Prozent auf 510,50 Pence. Anglo American verbilligten sich um 0,92 Prozent auf 2 682,00 Pence.

Im Ölsektor gaben Cairn Energy um 1,88 Prozent auf 1 570,00 Pence nach, BP verloren 0,44 Prozent auf 571,00 Pence. Repsol-YPF verloren 1,34 Prozent auf 25,46 Euro. Eni fielen um 0,94 Prozent auf 24,32 Euro.

AXA verbilligten sich um 1,52 Prozent auf 33,08 Euro. Nach Aussagen der Tochtergesellschaft AXA Asia Pacific haben deren Aktionäre der Übernahme des Hong Konger Lebensversicherungsgeschäfts von Winterthur mit großer Mehrheit zugestimmt.

In Madrid hingegen gewannen Sacyr Vallehermoso 2,82 Prozent auf 44,58 Euro. Der spanische Baukonzern will den französischen Konkurrenten Eiffage komplett übernehmen. Die Spanier bieten jeweils zwölf eigene Aktien für fünf Anteile des französischen Konzerns, wie aus dem Übernahmeangebot hervorgeht, das am Donnerstag bei der französischen Börsenaufsicht AMF vorgelegt wurde. Eiffage, die ebenso wie Sacyr Vallehermoso bis zum Mittag vom Handel ausgesetzt waren, verloren zwar 5,08 Prozent auf 105,84 Euro. Am Mittwoch hatten die Titel jedoch bereits mit deutlichen Gewinnen geschlossen.

Nokia-Aktien sprangen nach Zahlen an und legten an der Spitze des Eurostoxx 50 um 3,48 Prozent auf 18,16 Euro zu. Der weltgrößte Handy-Hersteller hat im abgelaufenen Quartal wie erwartet ein stabiles Ergebnis eingefahren. Der Umsatz kletterte von 9,507 Mrd. Euro auf 9,856 Mrd. Euro, lag damit aber leicht unter den Erwartungen der Analysten. Für 2007 gaben sich die Finnen optimistisch. Sie rechnen weiter mit einem deutlichen Absatzplus für die Branche.

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