Marktbericht
Zürcher Börse kann sich Abwärtstrend nicht entziehen

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch deutlich belastet von der negativen Entwicklung an der Wall Street mit schwacher Tendenz den Handel beendet. Über weite Strecken des Tages belastete der eingeschlagene Konsolidierungskurs nur moderat. Doch die am Nachmittag schlechter als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten sorgten dann an der Wall Street und infolge dessen auch bei den Schweizer Indizes für kräftige Verluste.

In den USA ist der Index offener Verkäufe bestehender Häuser veröffentlicht worden. Dieser ist im Juli kräftig zurückgegangen. Die Beschäftigung im privaten Wirtschaftssektor der USA ist zudem im August weniger gewachsen als vermutet. Der SMI sank um 1,4% oder 123,28 auf 8 843,07 Punkte, das Tagestief lag bei 8 823,83 Zählern. Der SLI verlor 1,5% beziehungsweise 20,39 auf 1„338,91 Zähler. Der SPI reduzierte sich um 1,4% oder 101,51 auf 7 201,12 Punkte.

Kräftig nach unten ging es bei ABB mit einem Minus von 4,1% auf 28,66 Franken. Die Konzernleitung informierte beim Strategie-Update über die nach oben revidierten Zielsetzungen. Die Bandbreite des Margenkorridors lasse dem Unternehmen jedoch zu viel Spielraum und sei weniger konkret als erwartet, brachte ein Marktbeobachter die Reaktionen auf den Punkt. Angesichts der hohen Bewertung in ABB spielten auch Gewinnmitnahmen eine Rolle, hieß es im Handel.

Zwei Prozent und mehr im Minus schlossen die Titel von Julius Bär (-2,8% auf 79,00 Franken), Ciba (-2,4% auf 64,40 Franken), ZFS (-2,0% auf 347,75 Franken) und Adecco (-2,0% auf 77,65 Franken). Offensichtlich habe die Übernahme der deutschen DIS den Personaldienstleister mehr als erwartet gekostet, hieß es im Handel.

Wenig Freude haben auch die Anleger bei den Titeln der Grossbanken UBS (-1,3% auf 63,45 Franken) und CS (-1,5% auf 79,70 Franken). Das Aktienreserach von Lehman Brothers hat zwar das Rating für den europäischen Bankensektor auf „Positive“ („Negative“) hochgestuft, bleibt aber wegen der US-Subprime-Krise vorsichtig gegenüber den Investmentbanken eingestellt. Die Analysten rechnen mit Abschreibungen im zweiten Halbjahr und haben deshalb ihre Gewinnprognosen für die Institute, so auch für die CS Group und die UBS, angepasst. Gleichzeitig haben sie das Kursziel für CS auf 90 (123) Franken und jenes für UBS auf 71 (91) Franken zurückgenommen. Zudem stufen sie nun beide Titel mit „Equalweight„ein - CS hatten sie zuvor mit Overweight versehen.

Besser als der Gesamtmarkt, aber dennoch im Minus schlossen die Pharmawerte. Roche GS verbilligten sich um 0,8% auf 210,70 Franken und Novartis sanken um 0,9% auf 63,90 Franken. Einziger Gewinner unter den Blue Chips waren Syngenta , die sich um 0,1% auf 227,50 Franken verteuerten.

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