Marktbericht Zürich
Klare Gewinne nach volatilem Kursverlauf

Die Schweizer Aktien haben die Sitzung vom Mittwoch nach volatilem Verlauf mit einem Plus von einem knappen Prozent geschlossen. Die Indizes eröffneten nach der US-Leitzinssenkung am Vortag und den sehr starken Vorgaben deutlich im Plus, gerieten aber aufgrund erneuter Gerüchte um Probleme bei Finanzinstituten wieder in negatives Terrain.

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktien haben die Sitzung vom Mittwoch nach volatilem Verlauf mit einem Plus von einem knappen Prozent geschlossen. Die Indizes eröffneten nach der US-Leitzinssenkung am Vortag und den sehr starken Vorgaben deutlich im Plus, gerieten aber aufgrund erneuter Gerüchte um Probleme bei Finanzinstituten wieder in negatives Terrain.

Am Nachmittag konnten dann die deutlich besser als erwartet ausgefallenen Zahlen der US-Investmentbank Morgan Stanley und lockerere Kapitalregeln für die beiden US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac die Investoren wieder zu Käufen animieren, so dass die Märkte wieder klar ins Plus vorstießen. Die Verunsicherung an den Märkten sei aber nach wie vor groß, hieß es im Handel, und die Richtung könne praktisch von Minute zu Minute völlig wechseln.

Das Blue Chips Barometer SMI gewann bis zum Schluss 59,12 Punkte oder 0,84 Prozent auf 7 072,99 Punkte, das Tagestief lag bei 6 974 Punkten, das Tageshoch bei 7 118. Der 30 Titel umfassende und gekappte SLI gewann 0,35 Prozent auf 1 071,53 Punkte, der breite Swiss Performance Index (SPI ) 0,65 Prozent auf 5 820,40 Punkte.

Nach dem gestrigen Plus von über zehn Prozent legten die Aktien der Credit Suisse als SMI -Sieger wieder 3,9 Prozent auf 51,80 Franken zu, beim Konkurrenten UBS waren es zum Schluss dagegen lediglich 0,7 Prozent auf 28,22 Franken. Die Bankenaktien haben heute erneut ein Berg- und Talfahrt hingelegt: Nach starkem Start fielen sie massiv zurück, als Gerüchte, der größte englische Hypothekenfinanzierer Hbos habe Liquiditätsprobleme, die Märkte wieder verunsicherten. Danach sei es aber wieder zu Deckungskäufen gekommen.

Die dritte SMI -Bank, der Vermögensverwalter Julius Bär , büßte zum Schluss 0,5 Prozent auf 71,55 Franken ein. Das italienische Finanzinstitut Intesa Sanpaolo plant laut einem Zeitungsbericht, die Julius-Bär-Tochter GAM zu übernehmen.

Größere Gewinne gab es für Adecco (+2,5 Prozent auf 53,90 Franken), Novartis (+2,4 Prozent auf 48,90 Franken) sowie für Swiss Re (+2,2 Prozent auf 83,05 Franken). Kursbewegende Nachrichten zu diesen Titeln habe es eigentlich kaum gegeben, sagten Händler, so dass die Bewegungen zum Teil mit dem Morgen anstehenden großen Eurex-Verfall zu erklären sein dürften.

Auf der Verliererseite standen Swatch Group mit einem Minus von 4,3 Prozent auf 261,50 Franken zuoberst. Die Morgen anstehenden Zahlen zum Uhrenhandel im Februar könnten vielleicht einen Teil der Bewegung erklären. Stärker unter Druck standen auch noch Geberit (-2,6 Prozent), Ciba (-2,3 Prozent), Swisscom (-1,7 Prozent), SGS (-1,1 Prozent, ex Div.) und Syngenta (-1,1 Prozent), ebenfalls ohne wichtige fundamentale News dazu.

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