Marktlage
Euro hält sein Dauerhoch

Während der Dollar noch immer unter Spekulationen über baldige Veränderungen in der Geldpolitik der Fed leidet, bleibt der Euro weiter stabil und geht gestärkt aus der Börsenwoche.
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Frankfurt/ TokioDer Euro hat sich am Freitag in Reichweite seines Vier-Monats-Hochs gehalten. Der Euro tendierte am Morgen mit einem Wechselkurs von 1,3350 US-Dollar zwar etwas geringer als am Vorabend, als die Gemeinschaftswährung noch 1,3390 Dollar wert und damit auf dem höchsten Stand seit dem 20. Februar angelangt war. Doch auch in der Wochenbilanz steuert der Euro auf deutliche Gewinne zu.

Die Analysten der Commerzbank wiesen in einer Studie darauf hin, dass sich der Euro in einem aktuell sehr nervösen Marktumfeld erstaunlich gut behaupte. Dies zeige, dass die Gemeinschaftswährung inzwischen nicht mehr ganz so stark als Risikowährung wahrgenommen werde.

Der japanische Yen gab leicht nach. Der Dollar war zu 94,82 Yen zu haben und legte nach einem Absturz auf den Wechsel zu 94,65 Yen im Frühhandel in Tokio wieder leicht zu, im späten Vortagesgeschäft hatte ein Dollar noch 95,36 Yen gekostet. Angesichts der Erholung an den Aktienmärkten griff Händlern zufolge ein seit Monaten bewährtes Muster von Japan-Investoren: Einhergehend mit Aktienkäufen verkauften sie den Yen.

Alles in allem tun sich Marktbeobachter jedoch schwer, die bereits länger währende Schwächephase des Dollar zu erklären. Seit Ende Mai hat die US-Währung zu wichtigen Währungen, so auch zum Euro, spürbar nachgegeben. Das passt nicht zu der Erwartung, wonach die amerikanische Notenbank Fed ihre Anleihekäufe in absehbarer Zeit reduzieren dürfte – möglicherweise wirken sich jedoch anhaltende Spekulationen über Maßnahmen der Fed negativ aus. Zugleich ist zudem eine abermalige Zinssenkung der EZB unwahrscheinlicher geworden, was den Euro stützt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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