Marktschlussbericht: Börse Frankfurt
Dax rettet Mini-Plus – Anleger sichern Gewinne

Nach einer echten Berg- und Talfahrt hat sich der Dax größtenteils mit Aufschlägen ins Wochenende verabschiedet. Nach unerwartet schwachen US-Stimmungsindikatoren fiel der Leitindex zwar kurz zurück, rettete sich aber zum Handelsschluss mit plus 0,07 Prozent hauchdünn ins Plus. Auf Wochensicht hat der Leitindex aber ein Plus von mehr als vier Prozent verbucht.

HB FRANKFURT. Der Dax hat nach regem Auf und Ab am Freitag mit 0,07 Prozent im Plus bei 4 384 Punkten geschlossen, auf Wochensicht ergab sich damit ein Plus von 4,32 Prozent. Der MDax stieg um 1,49 Prozent auf 4 871 Punkte, der TecDax schaffte es nicht in die Gewinnzone und verzeichnete Verluste von 1,77 Prozent auf 501 Zähler. Matthias Jasper, Leiter Aktienhandel bei der WGZ Bank, sagte: "Was wir in den vergangenen Tagen gesehen haben, war eine Liquiditätsrally. Viele Investoren wollen nach den teilweise deutlichen Kursgewinnen keine hohen Bestände mit ins Wochenende nehmen und nehmen daher erst einmal Gewinne mit."

Konjunkturhoffnung abgeschwächt

Neue Hiobsbotschaften vom US-Arbeitsmarkt hatten den Konjunkturhoffnungen europäischer Anleger am Freitag einen Dämpfer verpasst. "Offenbar haben einige Anleger die US-Daten zum Anlass genommen, vor dem Wochenende ein paar Gewinne mitzunehmen", sagte ein Börsianer. "Weitere Rückschläge sind derzeit aber nicht zu befürchten. Es gibt immer noch viele Investoren, die die bisherige Erholung verpasst haben und einsteigen müssen." In den vergangenen vier Wochen hat der Dax rund 800 Punkte zugelegt. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der US-Landwirtschaft fiel im März um 663 000. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 650 000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote stieg gleichzeitig auf 8,5 Prozent.

"Offenbar haben einige Anleger die US-Daten zum Anlass genommen, vor dem Wochenende ein paar Gewinne mitzunehmen", sagte ein Börsianer. "Weitere Rückschläge sind derzeit aber nicht zu befürchten. Es gibt immer noch viele Investoren, die die bisherige Erholung verpasst haben und einsteigen müssen." In den vergangenen vier Wochen hat der Dax rund 800 Punkte zugelegt.

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der US-Landwirtschaft fiel im März um 663.000. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 650.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote stieg gleichzeitig auf 8,5 Prozent - den höchsten Stand seit 1983.

Autorennen an der Börse geht weiter

An die Spitze der Dax-Gewinner setzten sich erneut die Automobilwerte. Händler begründeten dies mit einer Studie der Credit Suisse, die den gesamten europäischen Autosektor auf "Overweight" von "Market-Weight" hoch gestuft hatte. "Die Industrie hat eine große Chance, diesen Abschwung für strukturelle Veränderungen hin zu höherer Effizienz zu nutzen", schrieben die Analysten.

Daimler stiegen um 5,9 Prozent auf 23,60 Euro und BMW um 3,8 Prozent auf 27,12 Euro. Damit haben diese beiden Werte seit Monatsbeginn jeweils rund 24 Prozent zugelegt. In Paris verbuchten die Titel von Renault und Peugeot ein Kursplus von 11,5 Prozent auf 21,34 Euro beziehungsweise 6,4 Prozent auf 18,20 Euro.

Zu den Favoriten der Anleger zählten auch BASF, deren Aktien sich um 4,6 Prozent auf 25,96 Euro verteuerten. "Alle Sektoren, die sich zuletzt unterdurchschnittlich entwickelt haben, sind jetzt gefragt", sagte Equinet-Analyst Thomas Nagel. Hierzu zähle die Chemiebranche. Einige Händler verwiesen auch auf die Genehmigung der Übernahme von Ciba durch die US-Behörden. Die im Nebenwerte-Index MDax gelisteten Aktien von Lanxess stiegen um fünf Prozent auf 14,59 Euro.

Gewinnmitnahmen bei Finanz- und Pharmawerten

Unter Gewinnmitnahmen litten dagegen die Finanzwerte, die am Vortag noch ähnlich kräftig zugelegt hatten wie die Autobauer. So verloren die Aktien der Deutschen Bank 1,8 Prozent auf 34,99 Euro.

Unter Verkaufsdruck standen auch die weniger konjunkturabhängigen Titel. "Die Leute schöpfen Hoffnung und das steigert ihren Risikoappetit. Man könnte von einer Wiederentdeckung der Industrieaktien sprechen", sagte ein Schweizer Händler. Fresenius und die Papiere ihrer Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care gaben jeweils rund fünf Prozent auf 33,81 beziehungsweise 27,87 Euro nach. An der Züricher Börse büßten Novartis 3,3 Prozent und Roche 4,6 Prozent ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%