Marktschlussbericht: Börse Frankfurt
Dax verteidigt 5 000-Punkte-Marke

Der Dax hat am Montag seine Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Bis zum Handelsschluss stieg der Leitindex wieder über die Marke von 5 000 Punkten und legte 0,8 Prozent auf 5 026 Zähler zu. VW-Aktien fielen um 21,3 Prozent auf 393 Euro. Die kräftigen Verluste der Aktie beeinflussten den Dax bei weitem nicht mehr so stark wie noch vor wenigen Tagen.

HB FRANKFURT. Die Gefahr von heftigen Kursturbulenzen am deutschen Aktienmarkt wegen der VW-Aktien scheint vorerst gebannt. "Nachdem die Gewichtung der VW-Aktien im Dax auf zehn Prozent heruntergesetzt wurde und die Papiere bei weiteren Schwankungen sogar aus dem Dax fliegen könnten, ist erst mal Ruhe eingekehrt", sagte ein Händler. Größter Verlierer im Dax waren mit einem Minus von 21,3 Prozent auf 393 Euro die Papiere von VW. "Jetzt steigen indexorientierte Fonds aus, und kaufen andere Werte nach, die in der Gewichtung steigen", sagte ein Börsianer. Das kam wiederum Eon, Siemens und BASF zugute.

Durch den Kursrutsch dürfte es für VW vorläufig Entwarnung in Sachen Dax-Verbleib geben: eines der neuen Rauswurfkriterien - eine Gewichtung von mehr als zehn Prozent im Dax - traf per Montag nicht mehr auf VW zu.

Insgesamt war die Tendenz an den Börsen in Europa positiv. Der europäische Stoxx-Index stieg um 0,4 Prozent auf 2 339 Punkte. Versorger und Technologiewerte waren gefragt, während die Konjunkturflaute die Autoaktien ausbremste. Händler rechneten bei den Autoherstellern zudem mit schwachen US-Absatzzahlen für Oktober.

Der MDax stieg um deutlichere 4,04 Prozent auf 5 725,66 Zähler, und für den TecDax ging es um 4,24 Prozent auf 558,22 Zähler hoch.

Bankentitel profitierten davon, dass mit der Commerzbank die erste Großbank den staatlichen Rettungsschirm nutzt. "Mit der Annahme des Rettungspakets durch die Commerzbank ist der Bann gebrochen", sagte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Damit habe die Führung des Instituts bewiesen, dass sie ihre Verantwortung ernst nehme, und der Markt nehme dies positiv auf. Die Entwicklung dürfte jedoch angesichts des Wartens auf neue Nachrichten von Finanzkrise und Rezession volatil bleiben. Heino Ruland von Frankfurtfinanz Partner sagte: "Die Commerzbank schlüpft unter den Rettungsschirm und damit ergibt sich wieder eine höhere Sicherheit in dem Sektor. Das "Problemkind Interbankenmarkt" dürfte sich damit weiter beruhigen. Andere Banken werden folgen." Die Commerzbank-Aktie verteuerte sich um 4,98 Prozent auf 8,85 Euro. Titel der Postbank legten um 6,22 Prozent auf 16,90 Euro zu. Papiere der Deutschen Bank , die nach wie vor den staatlichen Rettungsschirm nicht nutzen will, gewannen 5,58 Prozent auf 31,20 Euro.

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