Marktschlussbericht Frankfurt
Dax schließt fast zwei Prozent schwächer

Mit Aktienverkäufen haben Investoren am Donnerstag auf den Höhenflug des Euro, Rekordpreise für Rohstoffe und enttäuschende Bilanzen von Bayer und der Telekom reagiert. Der Dax beendete den Handel 1,9 Prozent im Minus bei 6 852 Punkten.

HB FRANKFURT. Von den 30 Dax-Titeln ging lediglich die Linde-Aktie mit einem leichten Plus aus dem Handel. Die größten Verluste verzeichnete die MAN-Aktie mit einem Abschlag von fünf Prozent. Das Handelsvolumen im Dax belief sich auf 170 (Vortag: 141) Mill. Aktien. Der Umsatz lag bei 6,9 (6,29) Mrd. Euro.

An den US-Börsen notierten der Dow-Jones-Index und der Nasdaq-Composite zum Handelsschluss in Europa 1,2 Prozent im Minus.

Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 2,21 Prozent auf 9 222,32 Zähler nach unten. Der TecDax verlor 1,78 Prozent auf 802,17 Punkte.

Im Handelsverlauf war die europäische Gemeinschaftswährung bis auf ein neues Rekordhoch von 1,5195 US-Dollar gestiegen, auch die steigenden Ölpreise belasteten Händlern zufolge die Kurse. In den USA drückten negative Konjunkturdaten auf die Stimmung der Börsianer. Die US-Wirtschaft bewege sich nur noch im Schneckentempo vorwärts, sagten Händlern mit Blick auf aktuelle Daten zum Bruttoinlandsprodukt. Die amerikanische Wirtschaft hatte im vierten Quartal wie erwartet und zunächst berechnet deutlich an Schwung eingebüßt. Zudem fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche höher aus als von Experten erwartet. "Der starke Euro und die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA nehmen den Markt in die Zange", sagte ein Händler.

In Frankfurt sackten die Papiere von Bayer um 4,68 Prozent auf 51,55 Euro und waren damit einer der schwächsten Werte. Der Chemie- und Pharmakonzern hatte zwar trotz hoher Ölpreise und Dollarschwäche 2007 einen Rekordgewinn erwirtschaftet. Das Zahlenwerk sei jedoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sagte ein Händler.

Deutsche Telekom-Aktien notierten nach der Vorlage von Geschäftszahlen lange Zeit im Plus, konnten sich dann jedoch dem negativen Markttrend nicht entziehen und fielen um 2,94 Prozent auf 12,54 Euro. Analysten äußerten sich überwiegend optimistisch.

Die Titel von Linde reduzierten ihre Verluste nach Vorlage der Jahresbilanz und schlossen mit 0,31 Prozent auf 89,52 Euro als einziger Dax-Wert im Plus. Ein Analyst sagte: "Die Zahlen sind gut und stützen den Kurs." Allerdings seien angesichts des schwachen Gesamtmarktes "keine großen Sprünge" zu erwarten. "Da ist doch eine stabile Entwicklung auch schon mal was."

Im MDax profitierten die Aktien von Beiersdorf zwischenzeitlich von ersten Aussagen zur Dividende. Bis Handelsende sanken sie im schwachen Gesamtmarkt jedoch um 1,11 Prozent auf 52,53 Euro. Zwischenzeitlich waren sie bis auf 53,80 Euro gestiegen. Der Konsumgüterkonzern will die Ausschüttung auf 0,70 Euro anheben.

Der EuroStoxx 50 verlor 1,88 Prozent auf 3 784,27 Zähler. In London und Paris schlossen die Börsen mit ebenfalls schwach. In den USA verbuchten die Börsen zum europäischen Handelsschluss Verluste von etwa einem Prozent.

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