Marktschlussbericht Tokio
Nikkei schließt deutlich fester

Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwoch in Folge der Vortagesgewinne an der Wall Street deutlich fester geschlossen. Händler machten dafür vor allem Aussichten auf ein baldiges Ende der straffen US-Zinspolitik verantwortlich.

HB TOKIO. Die nachlassenden Zinssorgen würden die jüngsten Bedenken wegen der Rekordstände beim Ölpreis etwas mindern, hieß es. Der Preis für den Energierohstoff gab inzwischen zwar wieder leicht nach, lag aber noch immer nahe an der 71-Dollar-Marke. Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel deutlich fester.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,68 Prozent fester bei 17 350 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte um 0,32 Prozent auf 1747 Zähler. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur, Südkorea und Hongkong verbuchten Kursaufschläge.

Das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank vom 27. und 28. März deutete darauf hin, dass sich die Zeit der Zinserhöhungen in den USA ihrem Ende nähern könnte. Diese Signale seien eine positive Überraschung für die Börse in Tokio, sagte Analyst Katsuhiko Kodama von Toyo Securities. Takahiko Murai von Nozomi Securities zufolge könnte dies auch bedeuten, dass die japanischen Zinsen langfristig gesehen nicht allzu weit steigen. Dies trage zur positiven Stimmung der Investoren bei.

Vor diesem Hintergrund zählten in Tokio vor allem Exportwerte zu den Gewinnern. Sony-Titel gewannen 2,1 Prozent. Die Aktien des Elektronikkonzerns Fujitsu verteuerten sich um rund 1,3 Prozent. Das Partnerunternehmen von Siemens hatte am Dienstag mitgeteilt, dass es wahrscheinlich sein Gewinnziel im soeben abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertreffen werde. Titel des Elektronikteile-Zulieferers Kyocera verteuerten sich um 3,1 Prozent - sie profitierten von starken Quartalsergebnissen des US-Halbleiterkonzerns Texas Instruments (TI), der Gewinn und Umsatz dank großer Nachfrage nach seinen Chips für Mobiltelefone über den Erwartungen gesteigert hatte.

Die US-Börsen hatten am Dienstag die größten Gewinne seit Monaten verbucht. Neben dem Fed-Protokoll trugen dazu auch starke Quartalsergebnisse wie eben die von TI bei. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 1,76 Prozent auf 11 268 Zähler zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,74 Prozent auf 1307 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 1,95 Prozent auf 2356 Zähler.

Der Euro kostete im asiatischen Nachmittagshandel noch 1,2345 Dollar, nachdem er zeitweise bis auf 1,2368 Dollar gestiegen war - den höchsten Stand seit sieben Monaten. Der Dollar notierte auch zur japanischen Währung schwächer und kostete 116,98 Yen, nach 117,05 Yen im späten New Yorker Handel. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl mussten 70,90 Dollar gezahlt werden. Am Vortag hatte der Preis mit 71,60 Dollar zeitweise einen neuen Höchststand erreicht.

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