Nach G20-Treffen
Nikkei auf Fünf-Jahres-Hoch

Die Sorge vor scharfer internationaler Kritik an Japans Geldpolitik war groß. Doch beim G20-Treffen hielten sich die Politiker zurück. Die Erleichterung erreichter am Montag die Märkte – der Nikkei stieg deutlich.
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TokioDie Tokioter Aktienbörse hat wegen der auch nach dem G20-Treffen am Wochenende anhaltenden Yen-Schwäche Zuwächse verbucht. Der Leitindex Nikkei schloss am Montag auf dem höchsten Stand seit fast fünf Jahren.

Die Aktien-Kurse legten weiter zu, weil der Markt eine weitere Abwertung des Yens erwarte, sagte Hiroyuki Fukunaga von Investrust. Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer hatten die lockere japanische Geldpolitik in ihrer Abschlusserklärung nicht offen kritisiert, sondern lediglich Reformen angemahnt.

Der Nikkei stieg um 1,9 Prozent auf 13.568 Punkte. Manche Händler gehen davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Marke von 14.000 erreicht wird. Der breiter gefasste Topix -Index kletterte um 1,7 Prozent auf 1145 Zähler.

Außerhalb Japans entwickelten sich die Aktien in der Region uneinheitlich: Der entsprechende MSCI-Index stieg um 0,4 Prozent. Die meisten Handelsplätze verbuchten Gewinne, während die Leitindizes der Börsen in Shanghai und Hongkong im Minus lagen. Die japanische Währung fiel zum Dollar auf 99,75 Yen. Der Euro zog leicht auf 1,3070 Dollar an.

Vom schwächeren Yen konnten vor allem japanische Exportunternehmen profitieren, weil sich ihre im Ausland erzielten Gewinne bei einer Entwertung der Landeswährung stärker in den Bilanzen niederschlagen. Toyota -Aktien stiegen um 1,3 Prozent. Beim Rivalen Mazda betrug der Zuwachs sogar fast sechs Prozent. Auch die Technologiekonzerne Canon und Olympus gehörten mit einem Plus von 1,8 Prozent und 5,4 Prozent zu den Gewinnern.

Fusionsgerüchte trieben die Aktien des Schiffbauers Mitsui Engineering & Shipbuilding an. Nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei" steht der Konzern vor Verhandlungen mit Kawasaki Heavy Industries. Mitsui verteuerten sich um 13 Prozent. Kawasaki-Papiere gaben dagegen um 0,9 Prozent nach.

Vom schwächeren Yen konnten auch Bankenaktien profitieren. So betrug das Plus bei Nomura 2,4 Prozent und bei Mitsubishi UFJ 1,6 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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