Nestel und Novartis gesucht
Aktienmarkt Zürich im Plus

Der Schweizer Aktienmarkt am Mittwoch etwas fester geschlossen. In einem mehr oder weniger impulslosen Handel hätten sich die Indizes lange Zeit um den Vortagesschluss herum bewegt, Käufe vor allem in Novartis und Nestle in der zweiten Tageshälfte hätten den Markt dann aber noch etwas nach oben gezogen, sagten Marktteilnehmer.

dpa-afx ZÜRICH. Novartis profitierte von einer Investorenkonferenz, Nestle von Aussagen des Vorstandsvorsiteznden in der Presse. Etwas Unterstützung fand der Markt zum Schluss dann auch noch von den US-Aktienmärkten, die nach einer impulslosen ersten Handelsstunde etwas anzogen. Ingesamt seien die Marktteilnehmer aber nach wie vor ziemlich verunsichert und es brauche nicht viel, bis die Stimmung jeweils wieder kippe, hieß es im Markt.

Der SMI schloss 0,77 Prozent höher bei 8 783,96 Stellen. Der SLI legte um 0,69 Prozent auf 1 325,26 Punkte zu, der breitere SPI kletterte um 0,69 Prozent auf 7 138,29 Punkte.

Größter Gewinner waren ABB mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 28,00 Schweizer Franken, ohne dass fundamentale News vorhanden wären. Der Titel habe aber in letzter Zeit einige Male deutlich eingebüßt und sei daher reif für eine Erholung, hieß es dazu.

Zweitgrößter Gewinner waren Nestle (+1,8 Prozent auf 523,50 Franken). Unternehmenschef Peter Brabeck hatte sich in einem Interview in der "Handelszeitung" sehr optimistisch bezüglich der Zukunft von Nestlegeäussert, sowohl in Bezug auf die Marge wie auch den Umsatz. Zudem hatte er angekündigt, dass die Zukunft der Beteiligungen an Alcon und L„Oreal überdacht werde. Der Kurs hatte sich vor allem gegen Handelsschluss deutlich nach oben bewegte, was darauf schliessen lassen dürfte, dass viele US-Investoren gekauft haben.

Zu den größten Gewinnern gehörten nach verhaltenem Start auch Novartis (+0,7 Prozent auf 64,50 Franken). Konzernchef Daniel Vasella hatte anlässlich einer Präsentation für Investoren gesagt, dass man in Zukunft 100 Prozent des Free Cash Flows (nach Abzug von Dividende und Akquisitionen) an die Aktionäre via Aktienrückkäufe ausschütten wolle. Zudem zeigte er sich auch überzeugt, dass der Konzern ab dem zweiten Halbjahr 2008 wieder deutlich stärker wachsen werde. Die UBS hatte den Titel am Nachmittag zudem auf ihre Liste der am meisten bevorzugten Aktien in der Schweiz gesetzt.

Grössere Gewinne gab es zudem noch für Swatch I (+1,6 Prozent), Swisscom (+1,6 Prozent) und ZFS (+1,2 Prozent). Die schwächsten Werte zum Schluss waren die Papiere von Syngenta (-0,8 Prozent auf 233,00 Franken), Nobel Biocare (-0,6 Prozent auf 314 Franken) sowie Adecco (-0,3 Prozent auf 73,85 Franken). Adecco leide seit Tagen unter Befürchtungen, die Konjunktur könnte zuerst in den USA einbrechen und sich danach auch in Europa etwas schwächer entwickeln, hieß es dazu in Marktkreisen.

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