Neunter Gewinntag in Folge
Nikkei springt über 10 000-Punkte-Marke

Wachsender Optimismus über die weiteren Aussichten für die Weltwirtschaft haben der Aktienbörse in Tokio zu deutlichen Kursgewinnen verholfen.

HB TOKIO/HONGKONG. Hoffnungen auf gute Unternehmenszahlen haben die Börsen in Asien zum Wochenbeginn beflügelt. Die Märkte in Fernost profitierten zudem von einem Anstieg des Ölpreises, der sich nahe der psychologisch wichtigen Marke von 70 Dollar pro Fass US-Leichtöl bewegte. In Tokio stieg der Leitindex Nikkei zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit neun Monaten, am Handelsende notierte das Börsenbarometer einen Gewinn von 144,11 Punkten oder 1,45 Prozent beim Stand von 10 088,66 Punkten.

Damit hat der Nikkei-Index an den vergangenen neun Handelstagen um 11,47 Prozent zugelegt. Das ist die längste Rally seit gut 21 Jahren. Der breit gefasste Topix stieg am Montag ebenfalls deutlich um 7,78 Punkte oder 0,85 Prozent auf den Schlussstand von 928,26 Zählern.

Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten fester.

Zu den Gewinnern gehörte am Montag die Aktie des Elektronikriesen Hitachi, die um 3,4 Prozent stieg. Der Verluste einfahrende Konzern will Kreisen zufolge fünf Unternehmen ganz aufkaufen, an denen er bereits beteiligt ist. Die Kosten könnten sich auf umgerechnet rund 2,2 Mrd. Euro belaufen. Auch die Anteilsscheine des Mobilfunkbetreibers Softbank legten 3,8 Prozent zu. Dem Wirtschaftsblatt "Nikkei" zufolge stieg der Gewinn des Unternehmens zwischen April und Juni um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Anleger hoffen in dieser Woche zudem auf positive Quartalsergebnisse von Schwergewichten wie dem Autobauer Honda und der Großbank Mitsubishi Financial.

Unter Druck gerieten dagegen die Aktien des Autobauers Mitsubishi Motors, die um 1,2 Prozent fielen. Laut "Nikkei" hat die Gruppe im zurückliegenden Quartal einen Verlust von rund 20 Mrd. Yen eingefahren. Das wäre der zweite Quartalsverlust in Folge. Neben dem schwachen US-Markt habe sich auch das Geschäft in Russland abgekühlt, schrieb die Wirtschaftszeitung als Begründung.

Auf dem Devisenmarkt tendierte der Dollar zum Mittag leichter bei 94,72-78 Yen nach 94,82-85 Yen am späten Freitag vergangener Woche. Der Euro notierte fester bei 1,4215-20 Dollar nach 1,4212-15 Dollar am späten Freitag. Zum Yen lag er dagegen leichter bei 134,70-75 Yen nach 134,79-83 Yen am späten Freitag.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%