New Yorker Börse
Trotz positiver Konjunkturdaten wenig Auftrieb

Obwohl die Verbraucherstimmung in den USA auf ein 12-Monats-Hoch gestiegen ist, halten sich Investoren mit Käufen zurück. Schuld daran ist laut Analysten das hohe Kursniveau.
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DüsseldorfDie Anleger an den US-Börsen haben am Freitag verhalten optimistisch auf gute Konjunkturdaten reagiert. Das Verbrauchervertrauen in den Vereinigten Staaten stieg auf den höchsten Stand seit einem Jahr. Die Zahl der verkauften Eigenheime sank zwar im Januar, jedoch interpretieren Experten die nach oben korrigierte Verkaufszahl für Dezember und das verringerte Angebot von neuen Objekten als Anzeichen für eine Erholung der Branche.

Dass sich die Anleger trotzdem nicht entscheidend aus der Deckung wagten, lag laut Analysten an dem hohen Kursniveau. Der Dow-Jones notiert derzeit auf dem höchsten Stand seit Sommer 2008. „Wir steuern auf den Punkt zu, an dem die Erwartungen so groß werden, dass selbst Zahlen im Rahmen der Erwartungen zu Verkäufen führen“, sagte James Dailey von TEAM Asset Strategy Fund. „Es würde mich überraschen, wenn wir uns gegenwärtig noch viel höher bewegen. Denn eine Konsolidierung ist notwendig, seit Oktober ging es mehr oder weniger nur bergauf.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss nahezu unverändert bei 12.983 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.950 und 13.013 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1365 Punkten, ein Plus von 0,2 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls 0,2 Prozent und ging mit 2963 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht ergab sich für den Dow-Jones-Index ein Aufschlag von 0,3 Prozent, für den S&P ein Gewinn von ebenfalls 0,3 Prozent und die Nasdaq ein Plus von 0,4 Prozent. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 6864 Punkten aus dem Handel.

Wie bei dem Autobauer General Motors scheint auch bei dem ebenfalls vom Staat geretteten US-Versicherungsriesen AIG die Trendwende geschafft. Allein im vergangenen Quartal verdiente der einstige weltweite Branchenprimus nach eigenen Angaben knapp 20 Milliarden Dollar. Allerdings ging der Löwenanteil des Gewinns nicht auf die operative Stärke zurück, sondern auf den steuerlichen Sondereffekt, der das Schlussquartal 2011 mit 17,7 Milliarden Dollar versüßte. Die Anleger zeigten sich trotzdem angetan und schoben die Aktie des Allianz -Rivalen um 1,5 Prozent an.

Die Papiere von Procter & Gamble legten 0,4 Prozent zu. Der weltgrößte Konsumgüterkonzern kündigte an, rund 5700 Stellen zu streichen. Der Hersteller von Gillette-Rasierklingen, Pampers-Windeln und Wella-Shampoo will bis Ende des Geschäftsjahrs 2016 zehn Milliarden Dollar einsparen. Die US-Warenhauskette J.C. Penney enttäuschte dagegen mit schwächeren Verkäufen. Im vierten Quartal rutschte der Konzern wieder in die roten Zahlen. Die Aktie verlor 0,5 Prozent. Aktien aus der Gesundheitsbranche standen auf den Kaufzetteln der Anleger. Wellcare Health Plans etwa kletterte fast sechs Prozent, nachdem der Konzern in einem Rechtsstreit einer Einigung näherkam. An der New York Stock Exchange wechselten rund 640 Millionen Aktien den Besitzer. 1623 Werte legten zu, 1358 gaben nach und 114 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,61 Milliarden Aktien 1129 im Plus, 1396 im Minus und 108 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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