Nikkei schließt auf Fünf-Jahreshoch
Tokioter Börse setzt Rekordjagd fort

Die Tokioter Börse hat am Dienstag ein neues Fünf-Jahreshoch erreicht. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss um 40,16 Punkte oder 0,26 Prozent fester auf 15 778,86 Punkte. Das ist der höchste Stand seit Oktober 2000. Der breit gefasste Topix stieg um 8,63 Punkte oder 0,53 Prozent auf 1626,15 Punkte.

HB TOKIO. Die Investoren zögerten jedoch laut Händlern, die Kurse noch höher zu treiben angesichts zweier bevorstehender wichtiger Ereignisse: der am Abend europäischer Zeit anstehenden Sitzung der US-Notenbank sowie des am Mittwoch erscheinenden „Tankan“-Quartalsberichts der japanischen Zentralbank zur Stimmung unter den Unternehmen des Landes. Wenn die Ergebnisse dieser zwei Ereignisse im Rahmen der Erwartungen ausfallen sollten, dürfte der Nikkei weiter Widerstände nach oben testen, sagten einige Marktteilnehmer. Möglicherweise stehe die Marke von 16 000 Punkten noch in dieser Woche auf der Agenda.

Während vor allem Stahlwerte gefragt waren, verzeichneten Bank- und Brokeraktien Gewinnmitnahmen. Die übrigen asiatischen Börsen notierten uneinheitlich: Auch in Südkorea lag der Index im Plus. Verluste verzeichneten dagegen die Börsen in Hongkong und Singapur. Der Aktienmarkt in Taiwan beendete den Handel kaum verändert. Der Kurs des Dollar zeigte sich zum Euro kaum verändert.

Die Investoren kauften weiter aggressiv konjunktursensitive und rohstoffverbundene Titel, sagte ein Händler. „Nach der gestrigen Rally hat es dem Markt an einer Richtung gefehlt, aber die meisten Teilnehmer sind sich einig, dass dieser Markt stark ist“, kommentierte Ryuta Otsuka, Analyst bei Toyo Securities. Die Unterstützung von unten habe sich trotz der Verkäufe zu Handelsbeginn als sehr stark erwiesen, was Teilnehmer dazu veranlasst habe, Shortpositionen noch vor dem Handelsschluss wieder zu schließen. Gleichwohl standen im breiten Markt den 784 Kursverlierern nur 774 Kursgewinner gegenüber.

Zulegen konnten vor allem Papiere von Stahlunternehmen. Aktien des Stahlproduzenten Nippon Steel gewannen viereinhalb Prozent. Anleger gingen davon aus, dass die Unternehmen die höheren Rohstoffkosten an ihre Kunden weiterreichen können. Dagegen verloren nach den jüngsten deutlichen Zuwächsen Aktien von Broker-Unternehmen wie Nomura Holdings ein Prozent. Händler in Tokio begründeten die Verkäufe mit Befürchtungen, der Markt könne angesichts der jüngsten kräftigen Gewinne überhitzt werden. „Der Markt wird eine Weile eine Pause einlegen nach der großen Aufregung der Vergangenheit“, sagte Kenichi Azuma von Cosmo Securities.

Vor der Zinssitzung der US-Notenbank (Fed) notierte der Euro in Fernost kaum verändert bei rund 1,1955 Dollar. Der Dollar erholte sich zum Yen etwas auf rund 119,80 Yen nach zuletzt etwa 119,70 Yen. Händler warteten mit Spannung darauf, wie die Fed ihre weitgehend erwartete Entscheidung für eine leichte Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent begründen würde. Im Fokus der Beobachtung wird stehen, ob die Notenbank vorerst ein Ende des Zinserhöhungszyklus andeutet. Der Zinsunterschied zwischen den USA und dem Euro-Raum ist einer der Hauptgründe für den jüngsten Anstieg des Dollar.

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