Novartis gesucht
Zürich: Klares Minus geführt von Banken

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag klar tiefer aus dem Handel gegangen. Nach einer freundlichen Eröffnung sind die Kurse im Tagesverlauf nach und nach abgebröckelt. Am Nachmittag beschleunigte die negative Eröffnung der US-Börsen den Abwärtstrend noch etwas - die Stimmung wurde von schwachen Ergebnissen von Microsoft, Google oder Caterpillar belastet.

In der Schweiz zogen vor allem UBS und CS den SMI in die Tiefe, während Novartis wieder einmal von positiven Nachrichten profitierten. Der Handelstag sei nach dem turbulenten Auftakt zur Halbjahresberichtsaison aber in ruhigen Bahnen verlaufen, hieß es im Handel. Nach der reich mit Nachrichten befrachteten Woche sei eine Verschnaufpause angesagt gewesen.

Der SMI schloss 83,85 Punkte oder 0,91 Prozent schwächer bei 9 105,46 Punkten, im Wochenvergleich ergab sich ein Minus von 1,7 Prozent. Der 30 Titel umfassende SLI gab um 0,76 Prozent auf 1 409,14 Punkte nach und der breiter gefasste SPI um 61,14 Punkte oder 0,81 Prozent auf 7 459,27 Punkte.

Am meisten unter Druck standen UBS (-2,2 Prozent auf 70,30 Schweizer Franken) und CS (-2,5 Prozent auf 84,55 Franken). Einerseits habe die Banken weiterhin die Subprime-Krise in den USA belastet, hieß es in Marktkreisen. Andererseits habe die UBS -Platzierung gezeigt, dass Investoren mit Engagement in Banken mit einem starken Investment Banking vorsichtig agierten.

Klar schwächer gingen auch ABB (-2,0 Prozent auf 28,80 Franken), Holcim (-2,0 Prozent auf 131,60 Franken) oder Swatch I (-1,7 Prozent auf 373 Franken) aus dem Rennen. ABB hätten etwas unter den schwachen Zahlen von Caterpillar gelitten, hieß es. ABB wird in der kommenden Woche die Halbjahreszahlen vorlegen.

Schwergewichte wie Nestle und ZFS sowie Nobel Biocare , Swisscom und Synthes verloren je gut ein Prozent.

Als Tagessieger gingen für einmal Novartis (+1,1 Prozent auf 65,90 Franken) aus dem Rennen. Der Titel profitierte dabei von positiven Empfehlungen der europäischen Behörden zu verschiedenen Medikamenten. Vor allem die Empfehlung zu Galvus habe dem Titel geholfen, lautete eine Einschätzung.

Roche (-0,8 Prozent auf 218,80 Franken) gehörten dagegen zur Mehrheit der Verlierer. Die psotive Empfehlung aus Brüssel zum Roche -Medikament Avastin habe nicht den gleichen Stellenwert wie für Novartis , hieß es. Außerdem hatte der Titel am Vortag im Anschluss an die guten Halbjahreszahlen klar zugelegt.

Auch Syngenta (-0,1 Prozent auf 239,50 Franken) gaben etwas nach. Der Agrochemiekonzern hat John Ramsay mit sofortiger Wirkung zum neuen Finanzvorstand ernannt. Der bisherige Group Financial Controller tritt somit die Nachfolge von Domenico Scala an, der zu einem anderen, bisher noch nicht genannten Unternehmen, wechselt.

Hinter Novartis beendeten noch Richemont (+1,0 Prozent auf 80 Franken), Givaudan (+0,7 Prozent auf 1 149 Franken) sowie ganz knapp SGS und Baloise den Handel im positiven Terrain.

Am breiten Markt fielen die Aktien der Beteiligungsgesellschaft Mach Hitech mit einem Minus von knapp 60 Prozent auf.

Dufry (-7,1 Prozent) gerieten nach der Platzierung eines grösseren Aktien-Pakets unter Druck. Nach Halbjahreszahlen verloren Bellevue (-4,1 Prozent) deutlich, Bank Linth (-0,2 Prozent) dagegen nur moderat.

Bioxell (-5,2 Prozent) wiederum mussten Federn lassen, nachdem Merck die Zusammenarbeit um eine Trem-Plattform eingestellt hatte.

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