Ölpreis erreicht 14-Jahreshoch
Rekordhoch beim Ölpreis drückt Dax ins Minus

Der neuerliche Anstieg des Ölpreises hat am Mittwoch den deutschen Aktienmarkt schwer belastet. Selbst positiv ausgefallene Quartalszahlen würden vom Markt nicht honoriert, sagte ein Händler. Der Dax beendete den Handel am Mittwoch im Minus.

HB FRANKFURT. Ein Rekordhoch beim Ölpreis hat den Deutschen Aktienindex (Dax) am Mittwoch trotz einer Reihe positiver Unternehmenszahlen tiefer schließen lassen. Unter Druck gerieten vor allem Finanz- und Technologiewerte. Deutliche Kursgewinne konnte nach der Anhebung seiner Geschäftsprognose der Sportartikel-Hersteller Adidas-Salomon verbuchen.

„Die Unsicherheit ist wegen des weiter steigenden Ölpreises sehr groß“, sagte ein Händler der Frankfurter Sparkasse. Außerdem herrsche Sorge über weitere Terrorakte. Der Ölpreis für die Nordsee-Sorte Brent erreichte bei 40,99 Dollar je Barrel am Mittwoch ein 14- Jahreshoch.

Der Dax beendete den elektronischen Handel auf Xetra mit einem Abschlag von 1,38 Prozent auf 3 823,74 Zähler. Der Technologieindex TecDax schloss sogar 3,5 Prozent tiefer auf 484 Punkte. „Die Geschäftszahlen sind eigentlich durchweg positiv ausgefallen. Der hohe Ölpreis sowie die jüngste Terrorwarnung in den USA trübten aber die Stimmung und bewegt die Anleger zum Ausstieg aus Aktien“, sagte ein Händler. Der Umsatz lag mit 94,9 Millionen gehandelter Aktien auf Xetra deutlich über dem Vortageswert von 73,6 Millionen Stück.

Neben Adidas hoben auch Fresenius Medical Care (FMC) und BASF ihre Geschäftsziele an. Sowohl die BASF-Aktien wie auch die FMC-Titel verzeichneten Kursrückgänge, entwickelten sich aber immer noch besser als der Gesamtmarkt. Die Commerzbank sprach nach der Vorlage von Quartalszahlen von weiter schwierigen Rahmenbedingungen.

Zusammen mit der HVB zählte die Commerzbank zu den größten Verlierern im Dax.

Die Quartalszahlen des Autokonzerns BMW lagen innerhalb der Markterwartungen. Die US-Absatzzahlen für Juli, die am Vorabend veröffentlicht worden waren, seien hingegen enttäuschend gewesen, sagte ein Händler. Das BMW-Papier litt zudem wie alle Verkehrswerte unter dem Ölpreis. Es gab um 3,86 Prozent auf 35,61 Euro nach.

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