Osteuropäische Börsen
Börse Prag schafft den Sprung in die Gewinnzone

Kein klarer Trend in Osteuropa: Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Während Prag Gewinne verzeichnete, endeten die Börsen in Warschau und Budapest im Minus.
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HB PRAG. Immerhin: In Prag stieg der PX nach einem erneut dünnem Handel um 0,3 Prozent auf 1 219,9 Punkte. Ein Aktienhändler begründete das schwache Handelsvolumen mit "ausbleibenden marktbewegenden Konjunkturdaten, einer lediglich kleinen Anzahl an Unternehmensnachrichten und dem Börsenfeiertag in London". Die jüngst schwachen Bankenwerte dürften ihren Abwärtstrend stoppen, fügte er außerdem hinzu.

Der Wert der Aktien an der Prager Börse ist in diesem Jahr um rund ein Zehntel angestiegen. Das Handelsvolumen konnte mit der Entwicklung an den wichtigsten europäischen Börsenschauplätzen und in der USA allerdings nicht mithalten.

Am abgelaufenen Handelstag verteuerten sich die Papiere von New World Resources in einem starken europäischen Branchenumfeld um 0,96 Prozent auf 272,10 Tschechische Kronen. Auch die in Prag notierenden Papiere der Erste Group (plus 1,36 Prozent auf 894 Kronen) konnten zulegen.

Am unteren Ende des Kurszettels waren hingegen Komercni Banka (minus 0,75 Prozent auf 4 365 Kronen) und ECM Real Estate (minus 1,34 Prozent auf 92 Kronen) angesiedelt. Philip Morris präsentierten sich mit einem Abschlag von 1,00 Prozent auf 10 000 Kronen ebenfalls schwächer.

In Warschau sank der WIG-20 um 0,58 Prozent auf 2,742.54 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index gab um 0,36 Prozent auf 47,422.73 Zähler nach.

Kghm Polska Miedz gewannen 0,37 Prozent auf 163,1 Polnische Zloty. Damit sind die Aktien des größten polnischen Kupferkonzerns zum ersten Mal in drei Tagen gestiegen. Der Kupferpreis befindet sich derzeit auf einem hohen Niveau, da Investoren auf der Suche nach Alternativen zu den an Wert verlierenden Devisen sind. Zudem treibt die Erwartung, dass die Nachfrage das Angebot aufgrund eines steigenden Verbrauchs bald übertreffen wird, den Preis in die Höhe.

Trotz eines sich derzeit auf hohem Niveau befindlichen Ölpreises waren die Ölwerte am Warschauer Markt unter den schwächsten Werten. PKN Orlen verloren 1,80 Prozent auf 47,43 Zloty und Grupa Lotos notierten 0,81 Prozent tiefer bei 36,90 Zloty.

Bei ihrem Börsendebüt im Warschauer "main market" verbilligten sich die Papiere von Eko Export um 2,94 Prozent auf 8,25 Zloty. Tauron Polska Energia strebt unterdessen an, Windparkprojekte mit einer Gesamtkapazität von 300 Megawatt zu kaufen. Die Aktien des Versorgerunternehmens legten um 1,35 Prozent auf 6,77 Zloty zu.

Die Indexschwergewichte zeigten sich mehrheitlich von ihrer schwächeren Seite. Mol verbilligten sich um 0,44 Prozent auf 20 400 Ungarische Forint, Magyar Telekom büßten 0,58 Prozent auf 511 Forint ein. OTP Bank verloren 0,31 Prozent auf 5 183 Forint. Richter Gedeon stiegen hingegen um 0,48 Prozent auf 43 200 Forint.

Die Anteilsscheine des Geothermik-Spezialisten Pannergy notierten an der Index-Spitze und stiegen um 1,22 Prozent auf 907 Forint. Bergab ging es hingegen für die Papiere des Chemieherstellers TVK . Diese schlossen mit einem Kursverlust von 1,47 Prozent auf 3 350 Forint./

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