Osteuropäische Börsen
Deutliche Gewinne in Warschau, Prag und Budapest

Die wichtigsten Börsen in Osteuropa legen heute deutlich zu. Inspiriert von den positiven Arbeitsmarktdaten aus den USA steigen sie um bis zu 2,5 Prozent. Wo es heute die höchsten Gewinne gab.
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WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) - Die Börsen in Osteuropa haben am Freitag zum Teil deutlich im Plus geschlossen. Vor allem die erfreulichen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt sorgten für eine Stimmungsaufhellung. Demnach ist die Zahl der abgebauten Arbeitsplätze im November deutlich unter den Prognosen ausgefallen. Während im Oktober noch 190 000 Stellen gestrichen wurden, waren es im November nur noch 11 000 Jobs.

Der Warschauer WIG-20 stieg um 2,48 Prozent auf 2448 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index legte um 1,62 Prozent auf 40 852 Punkte zu. Die Bank Millennium gab einen erfreulichen Ausblick auf das Ergebnis im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Vorstandschef Boguslaw Kott rechnet mit einem Wachstum bei Hypotheken- und Unternehmenskrediten sowie mit einer Stabilisierung bei den Barkrediten, sagte er in einem Interview. Dennoch musste der Bankenchef zugeben, dass die Situation an den Märkten weiterhin durch Volatilität und Unsicherheit geprägt sei. Papiere der Bank Millenium gaben um 1,84 Prozent auf 4,8 Zloty nach.

Die anderen Bankenwerte präsentierten sich aber sehr gut. Unter den Schwergewichten konnten Pekao um 3,9 Prozent auf 182,00 Zloty und PKO Bank um 2,4 Prozent auf 39,00 Zloty vorrücken. Titel der Bank Zachodni stiegen sogar um 4,3 Prozent auf 182,00 Zloty.

Die Gewerkschaft beim Kupfergiganten KGHM Polska Miedz fordert derweil eine Lohnerhöhung, welche die Personalkosten des Unternehmens um 67 Millionen Zloty belasten würde, erklären die Analysten von KBC Securities. KGHM-Titel gewannen angesichts steigender Metallpreise 2,2 Prozent auf 110,70 Zloty und markierten damit den höchsten Stand seit Mai 2008.

Der Prager Leitindex PX stieg um 1,95 Prozent auf 1 150 Punkte. Den größten Kursgewinn verbuchten die Titel des Medienkonzerns Central European Media Enterprises (CME) mit einem Aufschlag von 5,97 Prozent auf 479 Kronen. "CME sind zyklische Papiere, die von guten Konjunkturnachrichten profitieren", erklärte ein Analyst das Kursplus. Die für das Unternehmen wichtigen Werbeeinschaltungen seien sehr abhängig von der Wirtschaftslage.

In einem europaweit starken Bankensektor konnten Aktien der Erste Group Bank um 1,43 Prozent auf 746 Kronen zulegen und Komercni-Banka-Titel rückten um 2,34 Prozent auf 3.930 Kronen vor. Aktien von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) kletterten um 2,81 Prozent auf 879 Kronen und Telefonica-O2-Anteilsscheine schlossen um zwei Prozent fester bei 434,50 Kronen.

In Budapest stieg der BUX um 1,16 Prozent oder 243,46 Punkte auf 21 226 Zähler. Die Gewinne zogen sich durch alle Branchen. Unter den Indexschwergewichten legten Titel von Magyar Olay es Gazipari (Mol) um 1,21 Prozent auf 16.295 Forint zu und Papier der OTP Bank rückten um 1,98 Prozent auf 5.660 Forint vor. Magyar-Telekom-Titel gewannen 0,69 Prozent auf 730 Forint und Papiere von Richter Gedeon stiegen um 0,47 Prozent auf 42.900 Forint.

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