Pharmawerte im Blick
Wall Street schließt leicht im Minus

Sorgen der Anleger im Blick auf die Gewinnaussichten im Geschäftsjahr 2004 haben die Kurse an der New Yorker Wall Street am Montag ins Minus gedrückt, nachdem der Dow-Jones-Index zu Handelsbeginn kurzfristig die 10 000-Punkte-Marke zurückerobern konnte. Mangels wichtiger Konjunktur- und Unternehmenstermine werde sich der Markt jedoch auf den Handel wichtiger, technischer Marken beschränken, meint ein Händler.

HB NEW YORK. Der Standardwerteindex Dow Jones, der im Handelsverlauf zwischen 9 913,92 und 10 003,80 Zählern schwankte, erholte sich im späten Handel und schloss mit einem knappen Minus von 0,3 Stellen auf knapp 9 962 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,2 Prozent auf 1 084 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq büßte ein halbes Prozent auf 1 839 Zähler ein.

Gute Unternehmenszahlen der vergangenen Wochen haben nach Einschätzung von Michael Vogelzang, Präsident von Boston Advisers, nicht ausgereicht, die Zweifel der Anleger in Hinblick auf die Entwicklung im Gesamtjahr zu verdrängen. „Einige Unternehmensvertreter reden die Erwartungen für das dritte Quartal herunter“, erläuterte Vogelzang. „Auch wenn sie gute Ergebnisse im zweiten Quartal erzielen, reden sie die Jahresbilanz herunter.“

Darüber hinaus machten Marktteilnehmer Befürchtungen im Zusammenhang mit Sicherheitsfragen, mit der politischen Entwicklung und der Geldpolitik in den USA als Belastungsfaktoren für die Börse aus. „Die „Makro'-Wolken müssen sich erst einmal etwas verziehen, sagte Jeffrey Kleintop von PNC Advisors.

Den Leitindex Dow Jones belasteten vor allem die Aktien des Pharmakonzerns Pfizer, die 1,7 Prozent auf 31,74 Dollar abgaben. Die Aktien gerieten Marktteilnehmern zufolge unter Druck, nachdem die Konkurrenten Merck und Schering- Plough die US-Zulassung für das Cholesterin-Medikament Vytorin erhielten. Schon geringe Dosen dieses Medikaments sollen die gleiche Wirksamkeit haben wie das umsatzstarke Pfizer- Produkt Lipitor. Während die Papiere von Merck 0,4 Prozent auf 45,00 Dollar verloren, stiegen die von Schering-Plough 4,3 Prozent auf 19,56 Dollar.

Zu den Gewinnern gehörten die Aktien von King Pharmaceutical, die 24,3 Prozent auf 12,89 Dollar stiegen. Der Generika-Hersteller Mylan Laboratories wird das angeschlagene Unternehmen für vier Milliarden Dollar übernehmen. Dessen Aktien verloren mehr als 16 Prozent auf 15,51 Dollar.

Ebenfalls zulegen konnten die Papiere des Telekom-Konzerns BellSouth nach ermutigenden Quartalszahlen. Sie kletterten um 3,5 Prozent auf 26,81 Dollar. Die Aktien von Microsoft verteuerten sich um 2,3 Prozent auf 28,66 Dollar. Das Anlegermagazin „Barron's“ hatte die Papiere angesichts erwarteter Umsatz- und Gewinnanstiege als „attraktiv bewertet“ eingestuft.

1,6 Prozent auf 48,90 Dollar gewannen die Aktien von American Express. Der Finanzdienstleister verbuchte im zweiten Quartal dank eines Rekord-Einsatzes von Kreditkarten einen etwas stärker als erwarteten Gewinnanstieg und erzielte Rekordumsätze.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,4 Milliarden Aktien den Besitzer. 1074 Werte legten zu, 2211 gaben nach und 146 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,6 Milliarden Aktien 994 im Plus, 2114 im Minus und 156 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 12/32 auf 102-3/32 Punkten. Sie rentierten mit 4,48 Prozent. Die 30-jährigen Bonds büßten 17/32 auf 102-14/32 Zähler ein. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,204 Prozent.

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