Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax geht mit Gewinnen aus dem Handel

Der Dax befindet sich weiter im Aufwind. Damit ist der Leitindex zu Wochenbeginn nur noch wenige Prozent von seinem Rekordhoch entfernt. Einige Marktteilnehmer warnen aber bereits vor zu viel Euphorie.
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FrankfurtDie Hoffnung auf Fortschritte bei der Sanierung des US-Haushaltes hat den Dax zum Wochenauftakt gestützt. Der Leitindex legte am Montag um knapp 0,6 Prozent auf 7748 Punkte zu.

Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus sind eigenen Aussagen zufolge zu einer vorübergehenden Anhebung der Schuldenobergrenze bereit. Damit soll Zeit gewonnen werden, um einen neuen, langfristig tragbaren Etat zu verabschieden. "Dies kann zwar als neue Runde im politischen Ringen betrachtet werden, aber jeglicher Fortschritt wird vom Markt positiv gewertet", schrieben die Analysten der Credit Agricole in einem Kommentar.

Die an Fahrt gewinnende Bilanzsaison und optimistisch stimmende Konjunkturdaten könnten dem Aktienmarkt in der neuen Woche weiter nach oben helfen. Allerdings merkt Aktienstratege Markus Reinwand von der Helaba an: "Die Luft wird dünner." Denn der Dax hat zuletzt bereits eine beeindruckende Rally hingelegt. Seit Mitte November hat der Leitindex mehr als zehn Prozent gewonnen.

Der Leitindex liegt damit nur noch gut fünf Prozent unter seinem Rekordhoch bei 8151 Zählern vom Juli 2007. Reinwand zufolge wird für einen weiteren Anstieg entscheidend sein, dass die Unternehmen die an sie gestellten Erwartungen auch erfüllen.

Die meisten Quartalsberichte laufen weiter aus den USA ein, mit Siemens und SAP legen aber auch wichtige Dax-Unternehmen Rechenschaft über das Geschäft im abgelaufenen Quartal ab. Daneben geben ZEW- und Ifo-Index neue Hinweise darauf, wohin sich die hiesige Wirtschaft bewegt.

Fortschritte in den Euro-Sorgenländern werden auch hierzulande neue Impulse geben, sind sich Aktienstrategen sicher. "Mit dem Abebben der Krise in den vergangenen Wochen wird der Bremsklotz Unsicherheit nun mehr und mehr aus dem Weg geräumt", sagt Analyst Ralf Solveen von der Commerzbank.

"Wir gehen davon aus, dass immer mehr Unternehmen wieder Vertrauen fassen und somit die Geschäftsaussichten wieder positiver einschätzen", sagt Solveen.

Großes Anleger-Interesse dürfte die Siemens-Hauptversammlung am Mittwoch auf sich ziehen, denn Aufsichtsratschef Gerhard Cromme muss sich wieder einmal kritischen Aktionären stellen. Beim Technologiekonzern in München steht der Manager zwar nicht so sehr in der Kritik wie als Chefaufseher von ThyssenKrupp, aber auch an der Isar nimmt der Widerstand gegen ihn zu.

Außerdem berichtet Siemens über die Geschäftsentwicklung in den drei Monaten bis Ende Dezember. Analysten erwarten durchschnittliche Zahlen bei einem leicht rückläufigen Auftragseingang. Daneben stimmen die Aktionäre darüber ab, ob sie das "Geschenk" Osram annehmen. Siemens will angesichts ungewisser Zukunftsaussichten nicht mehr in die Leuchtmitteltochter investieren und die große Mehrheit der abgespaltenen Gesellschaft an seine Investoren verteilen.

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  • Vom 21. Juli 1983(740,04 Punkte) bis 21. Juli 1998(über 6224,52 Punkte in der Spitze) hat sich der in DAX in diesen 15 Jahren mehr als verachtfacht( runder Faktor von 8,41).
    Hätte er dieses Tempo beibehalten,so müssten wir jetzt ,weitere 15 Jahre später,also im kommenden Juli bei über 52 000 Punkten stehen,so viel zur Einordnung der Gesamtperformance im historischen Kontext der letzten 30 Jahre.
    PS:Inflationsbereinigt hat er aber seitdem sogar verloren,bzw befindet er sich bestenfalls seitdem in einer sehr breit angelegten Seitwärtsbewegung.

  • Haha, die, die am lautesten protestieren, sind gerade die, die sich seit 100ten von Pkt gegen den Markt stellen...

    Überlegt doch mal: Jeder, der letztes Jahr auf diesen "Propaganda Journalismus" vom HB gehört hätte, hätte 30%+ gemacht.

  • @ Sodener

    "Nächste Woche ...."???

    Gibt's doch schon seit dem Wochenende:

    http://www.handelsblatt-shop.com/downloads/dax-10000-p4438.html

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