Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax sammelt neue Kraft für die 7.000 Punkte

Nach einer großen Aufholjagd ist der Dax am Mittwoch nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. Für viele Börsianer ist es nun ausgemachte Sache, dass der Dax bald über die 7000er Marke springen wird.
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FrankfurtDer Dax ist am Mittwoch, nach großer Aufholjagd, nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. Der Leitindex verlor 0,03 Prozent auf 6966 Zähler. Die zweite Reihe zeigte sich deutlich schwächer: Für den MDax ging es um 1,10 Prozent auf 11 044 Punkte bergab und der TecDax verlor 1,24 Prozent auf 786 Punkte.

Bis zum Mittag drückten Gewinnmitnahmen den Dax ins Minus. Mit der Eröffnung der US-Börsen kam die Wende. Für viele Börsianer ist es nun ausgemachte Sache, dass der Dax bald über die 7000er Marke springt. Noch müssen sich die Optimisten allerdings gedulden. "Für die 7000 im Dax reicht es noch nicht", sagte ein Händler. "Es scheint aber nur noch eine Frage der Zeit, wann diese runde Marke wieder erobert wird." Weiterhin gelten die Spekulationen auf umfassende EZB-Hilfen für die angeschlagenen Euro-Länder Spanien und Italiens als Hauptgrund für die steigenden Kurse. Sollte der Dax die Marke knacken, könnte das Jahreshoch von 7194 Zählern vom 16. März ins Visier der Anleger rücken, erklärte ein anderer Händler.

Vielen Börsianern ist bei der derzeitigen Dax-Entwicklung allerdings nicht wohl. "Bei niedrigen Umsätzen geht es hoch, bei hohen Umsätzen runter - das ist kein gutes Zeichen", sagte einer. "Aus fundamentaler Sicht ist der jüngste Aufwärtstrend am Aktienmarkt definitiv fragwürdig", erklärte Marktstratege Roger Peeters von Close Brothers Seydler. Auf viele Investoren wachse damit der Druck, auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

Die Herunterstufung des Ausblicks für die Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die Ratingagentur S&P auf "negativ" wurde am Markt kaum wahrgenommen. "Griechenland haben die meisten abgehakt, das ist nicht für die Kursverluste verantwortlich", sagte ein Börsianer.

Die Renditen auf zehnjährige spanische Anleihen sind derweil wieder auf über sieben Prozent gestiegen. Diese Marke gilt für die Staatsfinanzierung als langfristig untragbar. Händler begründeten die Entwicklung damit, dass es noch lange dauern werde, bevor es Spanien so schlechtgehe, dass es unter den Rettungsschirm schlüpfen müsse. Bislang hat Ministerpräsident Mariano Rajoy mit den Währungspartnern lediglich Hilfen für den maroden Bankensektor über bis zu 100 Milliarden Euro vereinbart. Allgemein wird davon ausgegangen, dass weitere Unterstützung nötig ist. Rajoy hält sich jedoch bedeckt und macht alles von den Bedingungen für Hilfen abhängig. Neben den Renditen für zehnjährige Bonds stiegen auch die Zinsen auf zweijährige Staatsanleihen. Diese legten 46 Basispunkte auf 4,024 Prozent zu.

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  • @ Heidelberger
    Mit serbischem Hintergrund, seit 5 Jahren hier, ist Ihr Deutsch grandios. Glückwunsch. Ja, ich bin Realist. Ein Realist. Nicht DER Realist. Jeder Finanzierer ist Realist. Oder bald kein Finanzierer mehr.

  • @ Finanzierungsinteressierte

    Ich versichere, in dieser Woche die beste Finanzierung auf 10 Jahr im erstrangigen Bereich für genau 2,52 % (effektiv 2,55 %) abgeschlossen zu haben. Dieser Zinssatz verlangt eine estklassige Bonität, erstklassige Objektdaten sowie ein insgesamt erstklassiges Umfeld. Wie sich der Zinssatz genau errechnet, bleibt das Geheimnis der Deutschen Bank. Das DV-System schluckt alle möglichen Daten vom regelmäßigen Einkommen bis hin zu den allgemeinen Versicherungen sowie den Berufen der volljährigen Kinder. Dann kommt ein Ergebnis raus, nämlich 2,52 % auf 10 Jahre.
    Interessant dabei, dass die Tochter der Deutschen Bank etwas höher lag, als der reine Vermittler für die Deutsche Bank (Interhyp).
    Wer erheblich mehr zahlt, muss andere Voraussetzungen haben. Es ist nicht möglich, ohne ganz konkrete Angaben bis ins Detail, die Zinsdifferenzen zu ergründen. Das können nur die jeweiligen Finanzierungsanbieter selbst.
    Des Weiteren versichere ich Ihnen, für ein Voltaikprojekt von 500 T€ vor 2 Jahren eine variable Finanzierung von 0,75 % über dem 12-Monats-Libor vereinbart zu haben. Zwanzig Jahre Einspeisevergütung fix, Tilgungsplan bis 2017 auf 20 % der ursprünglichen Darlehenssumme, das ist ein kleines Risiko, aber Ende absehbar und beherrschbar. Zinssatz heute unter 1,8 %.
    Auch bemerkenswert, dass die regionale Sparkasse und die Commerzbank ganz erheblich teuerer waren und keinerlei Anstalten machten, auch nur einen Zehntel entgegenzukommen.
    Wer derzeit 4,1 % vereinbart, kann nicht im erstrangigen Bereich liegen und scheint mir nicht das günstigste Angebot angenommen zu haben. Wie gesagt, kann aber auch andere Gründe haben, die hier nicht erkennbar sind. Der Begriff "Zinshaus" z.B. wird meistens für ausgepowerte, eher zweit- oder drittklassige Immobilien verwendet.

  • Studentenbude vermietet für monatlich 300 bei 30m2. Macht bei 2500 pro m2 ca. 75.000 Einstand. Finanziert auf 10 Jahre (10% Tilgung) bringt über die Miete 36000 bleibt etwa die Selbstzugabe bei 325 monatlich. Zieht man den Mietpreis regelmäßig nach (10% in 3 J) wird's wohl weniger. Nach 10 J schuldenfrei. Eine Alternative zum Fondsparen oder Riester allemal.

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