Schlussbericht: Börse Frankfurt
Dax schafft die Wende – Eon gefragt

Der deutsche Aktienmarkt schließt mit Gewinnen, nachdem er die meiste Zeit des Tages im Minus gelegen hatte. Der freundliche Auftakt an der Wall Street hob die Laune der Anleger schlagartig. Unzufrieden dagegen waren die Börsianer mit den Zahlen der Deutschen Bank. Dabei hat die zuletzt kräftig verdient.

HB FRANKFURT. Mit Rückenwind der Wall Street hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch etwas höher geschlossen. Der Dax verbuchte ein Plus von 0,4 Prozent auf 5833,49 Punkte, nachdem er vor der Eröffnung der US-Märkte in der Verlustzone gelegen hatte. Überraschend vorgelegte Quartalszahlen der Deutschen Bank wurden nicht mit Kursgewinnen honoriert, obwohl diese von Analysten gelobt wurden. Marktteilnehmern zufolge lösten die Ergebnisse Gewinnmitnahmen aus, so dass die Aktie der Bank mit einem Abschlag von 2,4 Prozent als einer der größten Verlierer im Dax schloss.

Das Handelsvolumen im Dax belief sich auf 136 (Dienstag: 112) Mio. Aktien. Der Umsatz betrug 3,7 (3,1) Mrd. Euro.

An der Wall Street wurden Quartalszahlen von Unternehmen wie Morgan Stanley und Yahoo positiv aufgenommen. Der Dow Jones lag zum Handelsschluss in Europa 0,5 Prozent höher bei 10 093 Punkten. Der S&P500 stieg um 0,7 Prozent auf 1099 Zähler. Der Nasdaq-Composite verbuchte einen Aufschlag von ebenfalls 0,7 Prozent auf 2181 Punkte.

"Es hat sich zuletzt immer wieder gezeigt, dass gute Unternehmensergebnisse nicht mehr zu weiterem Auftrieb geführt haben", sagte Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba mit dem Blick auf die überraschend vorgelegten Eckdaten der Deutschen Bank. Diese waren besser ausgefallen als erwartet, konnten die Aktien aber nicht weiter antreiben. Schmidt sagte zur insgesamt eingetrübten Stimmung an der Börse: "Die Zweifler haben wieder die Oberhand gewonnen und nun setzen auch vermehrt Gewinnmitnahmen nach positiven Neuigkeiten ein." Am späten Nachmittag folgte dann aber die Umkehr des Dax in positives Terrain, was Mark Rohles, Marktanalyst bei IG Markets, mit der positiven Tendenz der Wall Street begründete. Diese habe den Dax in ihrem Windschatten mitgezogen.

Tagesthema waren die kurz vor Markteröffnung vorgelegten vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal der Deutschen Bank . Ein Geldsegen vom Finanzamt, eine Erholung im Privatkundengeschäft und ein Aktienverkauf haben dem Branchenprimus zu einem neuerlichen Milliardengewinn verholfen. Marktanalyst Rohles sagte: "Die vorgezogenen Quartalszahlen befriedigten lediglich die Analysten. Die Anleger reagierten indes mit einer Gewinnmitnahmewelle." Sogar die guten Zahlen von der US-Bank Morgan Stanley - die an der Wall Street mit einem Plus von fast sieben Prozent honoriert wurden - und die in der Folge einsetzende Markterholung halfen dem Papier laut Händlern nur sehr begrenzt. Zum Handelsende standen bei dem zweitschlechtesten Dax-Wert minus 2,42 Prozent auf 54,000 Euro zu Buche.

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