Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax schließt knapp über 8400 Punkten

Immer wieder das gleiche Muster: Die Notenbanken kündigen eine Fortsetzung der Geldschwemme an. Die Anleger jubeln. Für nahezu jede Assetklasse ging es heute kräftig nach oben. Einzige Verlierer: Gold und Euro.
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FrankfurtEs bleibt bei der Politik des billigen Geldes. US-Notenbankpräsident Ben Bernanke bekräftigte dies ebenso wie die Europäische Zentralbank. Weltweit zeigten sich Anleger am Donnerstag erleichtert. Nahezu jede Anlageklasse notierte im Plus. Der Dax legte um 1,63 Prozent auf 8410 Punkte zu. Für den Euro Stoxx 50 ging es um 1,26 Prozent 2803 Zähler nach oben. Auch Rohstoffe wie Kupfer und Öl waren gefragt.

Rückenwind erhielten die Aktienmärkte auch von der Konjunkturseite. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA fielen überraschend deutlich auf 326.000. Zudem stieg der viel beachtete US-Einkaufsmanagerindex auf ein 2-Jahres-Hoch von 55,4 Punkten. Das Barometer liegt damit deutlich über der 50-Punkte-Marke, ab der es Wachstum signalisiert.

Dass die Europäische Zentralbank wie erwartet den Leitzins bei 0,5 Prozent beließ, rief dagegen keine Reaktionen hervor. Positiv nahmen Händler dagegen die anschließende Pressekonferenz von EZB-Chef Mario Draghi auf. Dieser deutete an, den Leitzins mindestens noch bis 2014 auf niedrigem Niveau zu halten. Er werde "für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau oder darunter liegen", sagte der EZB-Präsident.

Am Mittwoch kündigte bereits die Fed an, bis zu einer nachhaltigen Besserung der Konjunktur weiter Monat für Monat für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere zu kaufen. Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz geht davon aus, dass die Reduzierung der Anleihenkäufe nach hinten verschoben werden dürfte, falls die Teuerung nicht kurzfristig anzieht.

Der Euro zog in Reaktion auf die Fed-Entscheidung auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 1,3344 Dollar an, bröckelte am Donnerstag aber wieder auf 1,3220 Dollar ab. Für Edelmetalle ging es am Donnerstag ebenfalls kräftig nach unten. Gold verlor knapp einen Prozent, für Silber ging es um 0,8 Prozent nach unten.

Für Zuversicht am Aktien- und Rohstoffmarkt sorgten auch Daten aus der chinesischen Industrie: Der offizielle Einkaufsmanagerindex (CFLP PMI) stieg im Juli überraschend um 0,2 auf 50,3 Punkte. Das Barometer hielt sich damit über der Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird.

Kupfer - China gilt als der weltweit größte Verbraucher des Industriemetalls - verteuerte sich um bis zu 1,9 Prozent auf 7006 Dollar je Tonne. Der Preis für US-Öl der Sorte WTI stieg um 1,6 Prozent auf 106,76 Dollar je Fass, Brent wurde mit 109,16 Dollar 1,4 Prozent höher gehandelt.


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  • Nach gar keinen. Da es die letzten Wochen immer nach ähnlichem Muster lief hab ich einfach Put & Call gekauft, mit SL von 20 unter Einstand und dann abgewartet in welche Richtung es lief. Ich hab anfangs den Fehler gemacht mich auf eine Richtung fest zu legen. Das ist bei dem komischen Markt in den letzten Wochen ein paarmal in die Hose gegangen. Lerneffekt & Lehrgeld. Das ganze einmal morgens und dann nach 17 Uhr nochmal. Dazwischen ist eh nie viel passiert.

  • @Gaffel
    aber bis dahin geht der Dax noch weiter nach oben
    denn das Taunami Frühwarnsystem haben die
    Bigplayer
    Im Augenblick auch das viele viele Geld der Notenbanken
    noch Rendite und die gibt's nur an den Finanzmärkten
    Glaubt mir früher hätte sowas wie zb bei K+S nicht
    stattgefunden heute auf unter 17 und dann war
    die Aktie interessant. Solange die Maschinen
    die Kurse machen, lohnt sich das einstoppen
    mehr als alles andere. Der Dominoeffekt funktioniert
    in beide Richtungen wie üblich nach Xetraschluss
    rockt es weiter UP

  • Und jedes Schneeballsystem endet - wie man ja gewiß weiß - im Totalverlust derer, die zuletzt auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind.
    ... nur sind diesmal nicht bloß die Spekulanten die Dummen, sondern mangels Masse werden bei diesem Konkurs alle Vermögenden, Immobilienbesitzer und Steuerzahler
    herangezogen.
    Der "Finanz-Tsumami" erreicht zur Zeit beinahe schon die monetäre Flachwasser-Gebiete und der beste Rat, den man in dieser Situation geben kann, ist rasch die "Spekulations-Netze" einzuholen und am Ufer einen werthaltigen "Edelmetall-Berg" zu besteigen; - auch wenn das alle anderen in der jetzigen Lage für "Schwachsinn" halten mögen.





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