Schlussbericht New York
Greenspan verunsichert Anleger erneut

Die Wall Street hat am Donnerstag im Plus geschlossen. Vor allem Aktien aus dem Finanzsektor erholten sich von den jüngsten Verlusten. Der daraus resultierende Optimismus wurde jedoch durch Ex-Fed-Chef Alan Greenspan gedämpft.

HB NEW YORK. Der Dow Jones der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 12.188 und einem Tief von 12.105 Zählern. Er verließ den Handel 0,22 Prozent im Plus bei 12.159 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,37 Prozent auf 1392 Zähler zu. Der Nasdaq-Composite schloss 0,29 Prozent im Plus bei 2378 Stellen.

Ex-Fed-Chef Greenspan bewies einmal mehr, dass er auch mehr als ein Jahr nach seinem Rückzug von der Fed-Spitze noch die Märkte bewegen kann. Vor einer Industrie-Vereinigung warnte der frühere Chef der US-Notenbank, dass die Probleme auf dem Markt für nachrangige Kredite auch auf andere Wirtschaftssektoren übergreifen könnten. Zwar gebe es bisher kaum Anzeichen dafür. Aber es sei unwahrscheinlich, dass jegliche Auswirkungen ausblieben. Die drei großen Indizes gaben nach Greenspans Äußerungen frühe Gewinne wieder ab und notierten zeitweise im Minus.

Die Ausfallrate der Hypothekendarlehen im so genannten "subprime mortgage"-Marktsegment war in den vergangenen Monaten rasant gestiegen, weil der Immobilienmarkt schwächelte und die Häuserpreise fielen. Greenspan sagte weiter, die hohen Verbraucherausgaben der vergangenen fünf Jahre seien zu einem guten Teil auf Kapitalgewinne durch den Immobilien-Boom bedingt gewesen. Deshalb könnten weiter fallende Hauspreise sich auch auf die Wirtschaft insgesamt auswirken.

"Da sagt ein Mann, der als einer der führenden Marktexperten gilt, dass es Auswirkungen geben werde", sagte Bill Strazzullo von Bell Curve Trading. "Das ist es, worauf sich der Markt konzentriert."

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