Schlussbericht New York
Kreditkrisen-Sorgen lassen Wall Street nicht los

Die Wall Street hat am Dienstag angesichts einer enttäuschenden Gewinnprognose des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart und neuen Problemen am Kreditmarkt sehr schwach geschlossen. Neue Schwierigkeiten bei mehreren Fonds sorgten zudem für Verluste bei den großen Handelshäusern.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,57 Prozent im Minus bei 13.028 Punkten, nachdem er sich im Handelsverlauf zwischen 13.269 und 13.018 Zählern bewegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,81 Prozent auf 1426 Zähler und der Technologie-Index Nasdaq 1,7 Prozent auf 2499 Stellen.

"Heute war nirgendwo ein Tag der guten Neuigkeiten", sagte Gial Dudack von Dudack Research Group. Wie eine schwarze Wolke hingen mögliche Liquiditätsprobleme über dem Markt, die noch bekannt gegeben werden müssten.

Neue Schwierigkeiten bei mehreren Fonds sorgten damit für Verluste bei den großen Handelshäusern. Die Aktien der Investmentbank Goldman Sachs verloren 4,37 Prozent auf 169,75 Dollar, die Papiere von Lehman Brothers gaben 6,34 Prozent auf 53,67 Dollar nach und die Aktien von Merrill Lynch notierten um 2,98 Prozent schwächer bei 71,34 Dollar.

Nur vorübergehend sorgten nach Einschätzung von Beobachtern dagegen Konjunkturdaten für Erleichterung. Das Handelsministerium hatte vor Börseneröffnung mitgeteilt, dass das Außenhandelsdefizit der USA im Juni überraschend gesunken war. Die Kennziffer der Erzeugerpreise war im Juli zudem in der Kernrate weniger stark gestiegen als von Analysten erwartet.

Die Aktien von Wal-Mart verloren 5,09 Prozent auf 43,82 Dollar. Gestiegene Benzinpreise und die Krise am US-Eigenheimmarkt hatten dem weltgrößten Einzelhändler das Geschäft verhagelt: Wal-Mart senkte seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Zudem blieb der Konzern mit dem Gewinn im abgelaufenen Quartal hinter den Erwartungen zurück.

Auch die Aktie der Baumarktkette Home Depot stand auf der Liste der Verlierer. Der Branchenprimus weltweit hatte einen Umsatzrückgang im Quartal berichtet; die Gründe hierfür sieht er im schwächelnden Häusermarkt in den USA. Die Aktien verloren 4,88 Prozent auf 33,52 Dollar.

Aktien von Mattel verloren 2,42 Prozent auf 23,00 Dollar. Der Barbie-Puppen-Hersteller hat mehrere Millionen Spielzeuge wegen Sicherheitsbedenken zurückgerufen. Von der größten Rückrufaktion in der Firmengeschichte ist auch Deutschland betroffen.

An der New York Stock Exchange wechselten etwa 1,79 Milliarden Aktien den Besitzer. 446 Werte legten zu, 2916 gaben nach und 81 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,98 Milliarden Aktien 797 im Plus, 2234 im Minus und 103 unverändert.

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