Schlussbericht New York
Positive Quartalsberichte treiben Wall Street

Die US-Börsen haben am Mittwoch zwar einen Teil ihrer Gewinne aus dem frühen Handel abgegeben, aber zumeist im Plus geschlossen. Zahlreiche Unternehmensbilanzen standen im Fokus. Auch starke Konjunkturdaten stärkten das Vertrauen in anhaltendes Wirtschaftswachstum.

HB NEW YORK. Die Erholung verlaufe zumeist solide und stabil, schreibt die US-Notenbank in ihrem am Abend vorgelegten monatlichen Konjunkturbericht (Beige Book). Die am Donnerstag anstehende Rede von Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Kongress habe aber zum Handelsschluss einige Anleger nervös gestimmt.

Der Dow Jones Industrial Average gewann 0,63 Prozent auf 11354,49 Punkte - im Handelsverlauf hatte der Leitindex zwischen 11.379 und 11.282 Zählern geschwankt. Der marktbreitere S&P-500-Index rückte um 0,28 Prozent auf 1305,41 Zähler vor. Der NASDAQ-Composite-Index gewann 0,14 Prozent auf 2333,63 Punkte. Der NASDAQ-100-Index legte 0,04 Prozent auf 1702,20 Punkte zu.

Eine regelrechte Kursrallye legten Aktien von General Motors (GM) hin. Sie standen mit plus 8,13 Prozent auf 23,15 US-Dollar an der Spitze des Dow Jones. Die Titel des US-Autobauers profitierten damit von einem positiven Analystenkommentar der Citigroup.

Titel von Boeing hatten nach der Vorlage von Zahlen mit Verlusten zu kämpfen und gaben 0,23 Prozent auf 84,91 Dollar ab. In einem positiven Marktumfeld erholte sich die Aktie aber etwas von ihrem Tagestief. Der Flugzeugbauer blieb mit einem Umsatz von 14,26 Milliarden Dollar hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Zudem habe auch der Ausblick für den Umsatz 2006 unter den Marktschätzungen gelegen, sagten Händler.

Colgate-Palmolive legten hingegen kräftig zu und gingen mit plus 2,79 Prozent auf 58,95 Dollar aus dem Handel. Der US- Konsumgüterkonzern hat im ersten Quartal die Markterwartungen übertroffen und rechnet im Gesamtjahr mit weiterem Wachstum. Aktien von Amazon.com gewannen 0,68 Prozent auf 35,79 Dollar. Der Online-Einzelhändler hat im abgelaufenen Quartal rund ein Fünftel mehr verkauft als ein Jahr zuvor und beim Gewinn pro Aktie die durchschnittlichen Analystenprognosen getroffen.

Nach Bekanntgabe eines milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms legten Titel der Bank of America 1,32 Prozent auf 47,71 Dollar zu. Bis Ende kommenden Jahres sollten bis zu 200 Millionen eigene Anteile erworben werden, teilte das Finanzinstitut mit.

Titel von Anheuser-Busch kletterten nach einem Umsatzplus im ersten Quartal um 5,32 Prozent auf 44,90 Dollar. Sprint Nextel enttäuschten hingegen mit ihrer Bilanz, die Aktie verlor 2,72 Prozent auf 24,35 Dollar.

Der Kurs des Euro ist am Mittwoch weiter gestiegen. Im späten Handel stand er bei 1,248 US-Dollar, ein Dollar kostete damit 0,8029 Euro. Der Rentenmarkt stand hingegen belastet von erneut positiven US-Konjunkturdaten weiter unter Druck. 30-jährige Staatsanleihen verloren 0,08 Punkte auf 89,235 Punkte, sie rentierten damit bei 5,178 Prozent. Richtungsweisende Anleihen lagen mit einer Rendite von 5,103 Prozent auf dem höchsten Stand seit Mai 2002.

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