Schlussbericht New York
US-Börsen knapp behauptet

Die US-Börsen haben am Montag knapp behauptet geschlossen. Eine weitere juristische Niederlage des Pharmakonzerns Merck belastete. Zudem kamen die Aktien von Automobilherstellern unter die Räder, nachdem sich Analysten negativ zu Ford geäußert hatten.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,10 Prozent schwächer bei 11.336 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11.305 und 11.359 Stellen bewegt. Der S&P 500 fiel um 0,24 Prozent auf 1308 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq Composite gab um 0,4 Prozent auf 2333 Punkte nach.

In New York fiel der Preis für US-Leichtöl zur Lieferung im Juni um etwa zwei Dollar auf 73,20 Dollar pro Barrel (knapp 159 Liter), nachdem er Ende vergangener Woche ein Allzeithoch von 75,35 Dollar erreicht hatte. Die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil verloren 0,91 Prozent auf 64,41 Dollar, die von Conoco-Phillips gaben 3,67 Prozent auf 69,84 Dollar nach.

Neben den Werten aus dem Energiesektor kamen vor allem auch die aus dem Pharmabereich unter Druck, nachdem am vergangenen Freitag ein Gericht in Texas dem Konzern Merck wegen dessen Schmerzmittels Vioxx erneut eine Niederlage bereitet hatte. Merck-Aktien verloren 1,07 Prozent auf 34,37 Dollar. Auch die Anteilsscheine des Konkurrenten Pfizer gaben nach und tendierten 0,32 Prozent schwächer bei 24,79 Dollar.

Zu den großen Verlierern zählten auch die Aktien des Autobauers Ford, die um 4,92 Prozent auf ein Dreijahrestief von 6,96 Dollar abrutschten. Die Prudential Equity Group hatte zuvor ihr Preisziel für Ford reduziert, weil das erste Quartal beim Autohersteller ihrer Ansicht nach schwach ausfiel. Die Anteilsscheine vom Konkurrenten General Motors gaben um 1,56 Prozent nach auf 21,45 Dollar.

Aktien von Caterpillar legten zunächst gegen den Trend zu, verloren aber zum Handelsschluss 0,63 Prozent auf 77,38 Dollar. Der amerikanische Baufahrzeug-Hersteller hat im ersten Quartal seinen Überschuss deutlich gesteigert. Der Umsatz sprang um 13 Prozent auf 9,39 Milliarden Dollar. Mit dem Ergebnis übertraf Caterpillar die Erwartungen der Analysten.

American Express verloren ebenfalls trotz der Vorlage starker Zahlen als einer der schwächeren Werte im Dow Jones 0,90 Prozent auf 51,78 Dollar. Der Kreditkartenanbieter hatte die Schätzungen der von Thomson First Call befragten Analysten übertroffen.

Einen Kurssprung machten Aktien von Rambus. Der Chip-Designer hat im Patentstreit mit dem südkoreanischen Chiphersteller Hynix einen Sieg davongetragen, die Titel legten 15,28 Prozent auf 44,50 Dollar zu. Hynix wurde von einem Bezirksgericht in North Carolina zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 306,5 Millionen Dollar verurteilt. Rambus hatte ähnliche Klagen gegen Micron Technology und Samsung Electronics eingereicht. „Die Konkurrenz muss diese Klagen nun sehr ernst nehmen“, hieß es von Händlern.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,51 Milliarden Aktien den Besitzer. 1303 Werte legten zu, 1989 gaben nach und 152 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,96 Milliarden Aktien 1090 im Plus, 1956 im Minus und 138 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen im späten Handel die zehnjährigen Staatsanleihen um 07/32 auf 96-08/32. Sie rentierten mit 4,985 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 01/32 auf 91-10/32 und hatten eine Rendite von 5,067 Prozent.

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