Schlussbericht New York
US-Börsen nach Fed kaum verändert

Die US-Standardwerte sind am Mittwoch kaum verändert aus dem Handel an der Wall Street gegangen, nachdem die Notenbank Fed sich die Türen für weitere Zinserhöhungen offen gehalten hat. Die Technologiewerte an der Nasdaq gaben dagegen nach.

HB NEW YORK. Hatte hier am Vortag eine Gewinnwarnung von Dell belastet, so wirkte sich am Mittwoch ein mit Enttäuschung angenommener Umsatzausblick von Cisco Systems negativ aus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,02 Prozent im Plus bei knapp 11 643 Punkten und blieb damit in Sichtweite seiner Allzeithochs vom Januar 2000. Sein Tageshoch markierte das New Yorker Börsenbarometer bei 11 670 Zählern, sein Tagestief bei 11.595 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,17 Prozent auf knapp 1323 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,75 Prozent auf knapp 2321 Punkte ein.

Die Währungshüter enttäuschten die Hoffnungen auf ein klares Signal für eine Pause bei der seit Juni 2004 anhaltenden geldpolitischen Straffung. Möglicherweise seien weitere Zinsanhebungen notwendig, um die Inflationsrisiken unter Kontrolle zu halten, hielt sich die Fed alle Optionen offen. Ihr Offenmarktausschuss (FOMC) erhöhte den Schlüsselzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 5,00 Prozent - der 16. solche Schritt in Folge.

Die Anleger hätten auf eine sanftere Wortwahl der Fed gehofft, doch diese sei nur wenig von ihrem bisherigen Kurs abgekommen, sagte John Miller von Nuveen Investments. Volkswirt Richard Dekaser von der National City Corp zeigte sich von der Fed-Formulierung überrascht, dass "eine weitere geldpolitische Straffung noch nötig sein könnte". "Das bedeutet nicht zwingend, dass es weitere Anhebungen geben wird, aber es deutet stärker in diese Richtung." Der Tonfall sei etwas schärfer als erwartet, ergänzte auch der Ökonom.

Nach Einschätzung des Marktstrategen Alan Gayle von Trusco Capital Management erhielt sich die Fed so Spielraum für die genaue Analyse neuer Daten. "Was die Fed gerade jetzt tut, ist eher Kunst als Wissenschaft. Das dürfte zusätzlich für Volatilität sorgen. Es ist noch genügend Stärke in der Konjunktur verblieben, damit wir erwarten können, dass eine Zinssenkung nicht der nächste Schritt sein wird."

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