Schweizer Aktienmarkt
Zürich: Verluste zu Wochenbeginn - Finanzsektor erneut schwach

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag nach einem uneinheitlichen Verlauf mit Verlusten geschlossen. Druck ging dabei vor allem von den Finanzwerten aus, während Nestle mit Aufschlägen stützten.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag nach einem uneinheitlichen Verlauf mit Verlusten geschlossen. Druck ging dabei vor allem von den Finanzwerten aus, während Nestle mit Aufschlägen stützten. Im späteren Geschäft sorgten zudem die sinkenden Kurse an der Wall Street für Verkäufe; Händlern zufolge belasteten hier die jüngste Entwicklung der Ölpreise und die weiter schwelende Finanzmarktkrise.

Angesichts der nachrichtenarmen Lage und mangels Konjunkturdaten sei das Geschäft am hiesigen Markt aber in ruhigen Bahnen und dünnen Volumina verlaufen, hieß es im Handel. Zudem hätten sich viele private Anleger im Vorfeld der diese Woche anstehenden Halbjahresberichte abwartend gegeben, weshalb der Markt auch vorwiegend von professionellen Anlegern dominiert worden sei.

Bis Börsenschluss um 17.30 Uhr sank der SMI um 0,66 Prozent auf 6 968,93 Punkte (Tageshoch: 7 024,78 Punkte). Der SLI verlor 1,07 Prozent auf 1 040,23 Stellen, der SPI 0,50 Prozent auf 5 835,43 Zähler.

Vor allem die Schwäche der Finanzwerte übte am Montag Druck auf SMI und SLI aus. Die Unsicherheiten im Sektor seien nach wie vor groß und die Kursbewegungen entsprechend volatil, meinte ein Händler. Bei den Finanztiteln habe neben schlechten Nachrichten auch eine Branchenstudie der Citigroup belastet; diese hat den europäischen Bankensektor von "Neutral" auf "Underweight" zurückgenommen. UBS (minus 5,5 Prozent auf 20,42 Franken) schlossen am Tabellenende, Credit Suisse (minus 2,3 Prozent auf 49,50 Franken) und Julius Bär (minus 1,5 Prozent auf 64,50 Franken) etwas weiter oben.

Swiss Re (minus 4,0 Prozent auf 64,20 Franken) leisteten UBS am Tabellenende Gesellschaft. Neben dem schlechten Sektorsentiment habe die Gewinnwarnung von Munich Re vom vergangenen Freitag weiter belastet, hieß es im Handel. Zudem hätten die Gerüchte um das Übernahmeinteresse von Swiss Re an den Lebensversicherungsaktivitäten der britischen Barclays Bank für Verkäufe gesorgt. Bis auf Swiss Life (plus 0,6 Prozent auf 283,00 Franken) wurden auch die übrigen Assekuranzen deutlich verkauft.

Auch von Richemont (minus 3,5 Prozent auf 60,25 Franken) trennten sich die Anleger deutlich. Swatch (minus 1,6 Prozent auf 243,00 Franken) wurden dank Interview-Aussagen von Swacht-Chef Nick Hayek weniger stark verkauft. Gemäß Hayek verspürt Swatch keinen Abschwung und verzeichnet weiterhin ein gutes Wachstum.

ABB (minus 1,0 Prozent oder 0,28 Franken Franken auf 27,32 Franken) schlossen nach einem Kurzaufenthalt in der Gewinnzone mit Verlusten; der Titel wurde heute allerdings ex-Nennwertrückzahlung von 0,48 Franken gehandelt. Marktbeobachtern zufolge hatten auch die vom ABB-Management in der Wochenendpresse in Aussicht gestellten Grossübernahmen einen negativen Einnfluss auf den Aktienkurs.

Unter den Schwergewichten verstärkten Roche (minus 1,1 Prozent auf 186,80 Franken) und Novartis (minus 0,7 Prozent auf 60,95 Franken) den Abwärtsdruck. Bei Roche steht für Morgen ein Update der US-Gesundheitsbehörde FDA für das Medikament Actemra gegen Rheumatoide Arthritis an. Dagegen wurden Nestle hrem defensiven Ruf gerecht und stützen das Geschehen mit Aufschlägen von 2,5 Prozent auf 45,36 Franken. Händler verwiesen auf die soliden Quartalszahlen des amerikanischen Mitbewerbers Kraft Foods .

Die größten Gewinne gab es im SMI/SLI für Clariant (plus 4,9 Prozent auf 11,21 Franken). Händler vermuteten dahinter Käufe im Vorfeld der Quartalszahlen von Morgen. Daneben profilierten sich auch Syngenta mit einem Plus von 3,5 Prozent auf 298,75 Franken. Hier stützten Kurszielerhöhungen von Goldman Sachs und Exane BNP.

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