Sinkende Rohstoffpreise lösen Ängste aus
US-Börsen unter Druck

Die Erleichterung der Anleger über den Zwischenbericht des weltgrößten Chipherstellers Intel hat der Wall Street insgesamt am Mittwoch nur kurz Auftrieb gegeben. Der Leitindex Dow Jones rutschte zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Zählern. Auch die anderen führenden Indizes fielen ins Minus.

HB NEW YORK. An den US-Aktienmärkten geht die Angst vor einer Abkühlung der Konjunktur um. Erneut steigende Ölpreise haben die Stimmung der Anleger an der Wall Street zudem noch weiter eingetrübt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging darauf 0,74 % niedriger mit rund 10 002 Punkten aus dem Markt. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen einem Hoch von 10 127 und einem Tief von 9957 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,73 % auf etwa 1113 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,24 % auf rund 1920 Punkte nach.

„Der Markt geht in die Binsen. Die Investoren werden durch die sich auf- und abbewegenden Ölpreise hin und her gerissen,“ sagte Bernie Myszkowski von ABN Amro Asset Management. Wieder auflebende Befürchtungen vor Versorgungsengpässen bei Heizöl im beginnenden Winterhalbjahr sorgten an den Ölmärkten für eine Trendwende. Nach anfänglich deutlichen Einbußen kletterten die Preise wieder in Richtung ihrer jüngst erreichten Höchststände. Die von Rekord zu Rekord steigenden Ölpreise nähren bei den Investoren die Furcht, die hohen Energiekosten könnten die Unternehmensgewinne schmälern und bei den Verbrauchern das nötige Geld für den Konsum aufzehren.

Ungeachtet der wieder steigenden Ölpreise wurden die Aktien des im Dow erfassten weltgrößten Energiekonzerns Exxon Mobil mit 48,48 Dollar um rund 1,8 % niedriger angeschrieben. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im November wurden in London zum Handelsschluss wieder über 50 Dollar bezahlt, nachdem der Preis zuvor bereits unter 49 Dollar gefallen war. Am Vortag hatte brent-Öl kurzfristig über 52 Dollar gekostet. Auch US-Öl verteuerte sich um mehr als einen Dollar.

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