Steigender Euro belastet Autowerte
Dax beendet Handel im Minus

Der starke Euro hat nicht nur die Autowerte belastet, sonden auch den Deutschen Aktienindex (Dax) ins Minus gedrückt. Der Dax verzeichnete zum Handelsschluss ein Minus von 1,4 Prozent bei 3 355,8 Punkten. Der Nebenwerteindex MDax fiel um 0,8 Prozent auf 4 025,2 Stellen und der Technologieindex TecDax gab um 0,9 Prozent nach auf 512,6 Zähler.

HB FRANKFURT. Im Mittelpunkt des Börsengeschehens standen nach der Ausgabe einer Wandelanleihe auch die Titel des Touristikkonzerns Tui. Der Euro lag weiterhin auf hohem Niveau und kostete zuletzt 1,1770 Dollar nach einem Stand von 1,1713/19 Dollar bei Handelsschluss in New York am Vortag. Ein hoher Euro-Kurs verteuert Ausfuhren in außereuropäische Regionen und gilt somit als Belastungsfaktor vor allem für exportorientierte Unternehmen wie die Autokonzerne.

„Der festere Euro und der höhere Ölpreis belasten den deutschen Aktienmarkt“, sagte der Leiter des Wertpapierhandels Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser. Allerdings seien die Handelsumsätze sehr dünn und die Aktienkurse daher eher zufallsbedingt, fügte er hinzu. „Der feste Euro überschattet alles“, pflichtete ein Kollege einer ausländischen Großbank bei.

Auf erfreuliche Konjunkturdaten reagierte der deutsche Aktienmarkt kaum. So ist der Auftragseingang in der deutschen Industrie im August unerwartet gestiegen.

Die Kursverluste bei den Autowerten begründeten Händler dann auch mit dem erneut gestiegenen Euro. Die Titel von Daimler-Chrysler büßten 2,8 Prozent auf 29,90 Euro ein und VW-Papiere fielen um 1,9 Prozent auf 39,9 Euro. Die Aktien von BMW gaben um 1,3 Prozent auf 34,3 Euro nach.

Die Aktien der HVB (HypoVereinsbank) setzten mit einem Minus von 4,1 Prozent auf 13,9 Euro ihre Vortagesverluste fort. Durch die Abspaltung des Immobilienfinanzierers Hypo Group hatten die Titel der HVB am Montag rein rechnerisch ein deutliches Minus von 11,6 Prozent verzeichnet.

Aktien des Touristikunternehmens Tui schlossen um 0,41 Prozent leichter bei 14,50 Euro. Europas größter Touristikkonzern begab eine fünfjährige Wandelanleihe. Das ursprüngliche Emissionsvolumen war von 350 Millionen Euro auf 385 Mill. Euro aufgestockt worden, hieß es. Darüber hinaus hatte Tui seine Ergebniserwartungen für das Gesamtjahr bekräftigt.

Auch Konkurrent Thomas Cook hatte sich zuversichtlich zur Geschäftsentwicklung geäußert. Das Unternehmen, Tochtergesellschaft von KarstadtQuelle und Lufthansa, rechnet im kommenden Jahr mit 3 bis 4 Prozent mehr Gästen als im laufenden Jahr. Lufthansa-Aktien büßten ihre Tagesgewinne ein und sanken bis Handelsende um unterdurchschnittliche 0,17 Prozent auf 11,55 Euro. KarstadtQuelle verloren im MDAX 1,09 Prozent auf 22,75 Euro.

Unter Druck standen zum Investorentag die Papiere des Chemieunternehmens BASF. Der Titel büßte 2,57 Prozent auf 38,33 Euro ein. Vor Investoren hatte das Unternehmen angekündigt, dass der Absatz in Asien bis 2015 von 374 auf 598 Mill. Euro steigen werde. Allerdings belastete ein Kommentar von JP Morgan den Titel, denn die Analysten hatten BASF von der europäischen Fokus-Liste genommen. Nutznießer des frei werdenden Platzes waren Siemens. Die Siemens-Aktie verlor 0,79 Prozent auf 53,90 Euro und damit weniger als der Marktschnitt.

Der Rentenmarkt war nach frühen Abschlägen uneinheitlich. Der Bund Future verlor 0,14 Prozent auf 113,60 Punkte. Der REX gewann 0,11 Prozent auf 117,90 Punkte. Die Umlaufrendite fiel auf 3,88 (Montag: 3,90) Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%