Stimmung bleibt aber vorsichtig
Tokio: Stahlwerte geben Auftrieb

Die Asiatischen Finanzmärkte haben am Mittwoch wie schon zuvor die US-Märkte positiv auf die Nachricht vom Tod der beiden Söhne des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein reagiert.

Reuters SINGAPUR. In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mehr als ein Prozent, wobei Stahlwerte auf Grund einer optimistischen Unternehmensprognose besonders zulegten. Der Dollar zeigte sich in Asien wenig bewegt. Gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung notierte die US-Devise behauptet mit Kursen um 1,1350 Dollar. Der Ölpreis zeigte sich nach den Preisrückgängen vom Vortag deutlich erholt.

„Die Nachricht über Saddam hat dem Markt einen psychologischen Schub verliehen“, sagten Analysten. Ein US-Militärsprecher hatte am Vorabend in Bagdad erklärt: „Wir sind sicher, dass Udai und Kusai (Hussein) getötet wurden.“ Seit der Einnahme Bagdads im April fahnden die US-Truppen nach Saddam und seinen Söhnen, für deren Ergreifung Belohnungen in Millionenhöhe ausgesetzt worden sind.

Tokyo Steel zieht Stahlbranche hoch

Der Nikkei gewann am Tokioter Aktienmarkt 1,36 Prozent oder 129,37 Zähler auf 9615,34 Punkte. Der breiter gefasste Topix verbesserte sich um 1,4 Prozent auf 941,26 Punkte. Nach der positiven Ergebnisprognose zogen unter der Führung von Tokyo Steel Manufacturing, die 20 Prozent zulegten, die Stahltitel auf breiter Front an. Der Eisen- und Stahlindex gewann gut acht Prozent.

Die Marktteilnehmer blieben aber insgesamt in einer abwartenden Haltung, da am Donnerstag die Quartalsergebnisse von Sony anstehen. Sony legten gut ein Prozent auf 3790 Yen zu. Sony hatte im April den Markt geschockt, als das Unternehmen mitteilte die Prognose für das Geschäftsjahr 2003/2003 deutlich verfehlt zu haben.

Die Vorgaben aus den USA waren positiv. Der Dow-Jones-Index verließ den Markt knapp 0,7 Prozent höher mit rund 9158 Zählern. Die US-Technologiebörse Nasdaq gewann beinahe 1,5 Prozent auf 1706 Punkte, der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,95 Prozent auf 988 Zähler zu. Damit schlossen die Indizes etwa auf dem Niveau, das sie schon bei Handelsschluss in Frankfurt erreicht hatten.

Der Dollar konnte in den USA gegenüber dem Yen nach der Nachricht vom Tod der Saddam-Sühne auf ein Drei-Wochen-Hoch von 119,39 Yen zulegen. In Tokio bröckelte die US-Devise dann wieder auf Kurse um 119 Yen ab.

An der Nymex hatte der Öl-Future am Dienstag fünf Prozent verloren. In Asien verbesserte sich am Mittwoch der September-Öl-Kontrakt auf US-Leichtöl um mehr als 20 Cent auf gut 29,70 Dollar. Der Goldpreis tendierte in Asien mit 351 Dollar je Feinunze wenig verändert von zuvor gesehenen 350,50 Dollar.

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