Technologietitel profitieren von Intel
US-Börsen schließen uneinheitlich

Die US-Börsen haben am Mittwoch nach einem nervösen Verlauf in einem umsatzschwachen Handel ohne einheitliche Tendenz geschlossen. Technologiewerte konnten von Kursgewinnen beim weltgrößten Chiphersteller Intel profitieren. Standardwerte wurden von Terror-Ängsten und Sorgen wegen des wieder kräftig gestiegenen Ölpreises belastet.

HB NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss in einem umsatzschwachen Handel 0,05 Prozent im Minus bei rund 10 168 Punkten. Dabei war er im Tagesverlauf zwischen 10 110 und 10 208 Zählern gependelt. Zu den Verlierern im Dow-Jones zählten Schwergewichte wie die Aktien des weltgrößten Pharmakonzerns Pfizer, die knapp ein Prozent nachgaben, und die Papiere der Großbank Citigroup, die rund 0,3 Prozent verloren. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann dagegen 0,15 Prozent auf rund 1 106 Punkte. Der Nasdaq-Index stieg um 0,67 Prozent auf 1 850 Zähler.

Die vorübergehende Räumung eines Bürogebäudes in Washington löste am Markt erneut Verunsicherung und Nervosität aus. Die Polizei nahm einen Jugendlichen fest, der mit einem Pfeffer-Spray in einem Flur des Gebäudes herumgesprüht hat. Bis zu 80 Menschen erlitten Augenreizungen. Die Polizei schloss einen terroristischen Hintergrund aus. „Dass die Märkte kurzzeitig nachgaben wegen dieser Sache, zeigt, wie nervös wir alle sind“, sagte ein Händler. Belastet wurden die Standardwerte zudem von Konjunktursorgen im Zuge der wieder um zwei Dollar angezogenen Ölpreise. Versicherungstitel wie die der American International Group gerieten zudem unter Druck, da viele Anleger größere Schäden durch den sich der USA nähernden Hurrikan „Frances“ erwarteten. Die im Dow gelisteten AIG-Papiere verloren 1,34 Prozent auf 70,21 Dollar.

Die Technologietitel konnten sich dagegen von ihren jüngsten Verlusten etwas erholen. Dabei profitierten sie von Kursgewinnen des weltgrößten Chipkonzerns Intel. Die Papiere legten um 0,66 Prozent auf 21,43 Dollar zu. Nachdem während der vergangenen Tage einige Analysten ihre Geschäftsprognosen für den Chip-Konzern reduziert hatten, setzte nach Angaben von Händlern ein Stimmungswandel am Markt zu Gunsten Intels ein. Der Konzern will am Donnerstag nach Börsenschluss seinen Ausblick zur Quartalsmitte vorlegen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,14 Milliarden Aktien den Besitzer. 2059 Werte legten zu, 1231 gaben nach und 173 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,42 Milliarden Aktien 1815 im Plus, 1228 im Minus und 170 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um -1/32 auf 101-00/32. Sie rentierten mit 4,124 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren -1/32 auf 106-16/32 und hatten eine Rendite von 4,932 Prozent.

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