Trotz nachgebender Ölpreise
US-Börsen schließen fast unverändert

Trotz nachgebender Ölpreise und Kursgewinnen mehrerer Technologiewerte haben die US-Börsen am Mittwoch nahezu unverändert geschlossen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss 0,13 % fester bei 10 697 Zählern, nachdem er im Verlauf zwischen 10 638 und 10 698 Punkten gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,07 % auf 1245 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag 0,06 % niedriger bei 2216 Punkten.

„Nach einem großartigen Monat Juli am Aktienmarkt, sind eine Pause und sogar ein paar Gewinnmitnahmen okay. Ich glaube nicht, dass die Anleger sehr besorgt sein sollten“, sagte Analyst John Caldwell von der McDonald Financial Group.

Doch es gab auch kräftige Kursgewinne einzelner Aktien: Papiere des Sportartikelunternehmens Reebok verteuerten sich um 30,01 % auf 57,14 Dollar, nachdem der deutsche Konkurrent Adidas ein Übernahmeangebot angekündigt hatte. Adidas will 59 Dollar pro Anteilsschein zahlen, um seine Position in den USA zu stärken.

Die Aktie des zweitgrößten Versicherungsmaklers der Welt, Aon, stieg um 16,9 % auf 29,88 Dollar. Das Unternehmen hatte ein unerwartet hohes Wachstum seines Quartalsgewinns um zehn Prozent verbucht. Um 1,64 % auf 27,25 Dollar legten die Anteilsscheine des weltgrößten Software-Produzenten Microsoft zu. Der Grund für die Kauflaune der Anleger war offenbar, dass viele mit einer Erhöhung der Dividende rechneten.

Diese Kursgewinne wurden allerdings durch Verluste etwa des Dow-Jones-Wertes Exxon Mobil weitgehend kompensiert. Er fiel wegen des zurückgehenden Ölpreises um 1,35 % auf 59 Dollar. Zuvor hatte die US-Regierung überraschend bekannt gegeben, dass die Lagerbestände gewachsen seien. Der Preis für leichtes US-Öl fiel daraufhin nach den jüngsten Rekordständen um 0,36 % auf 60,64 Dollar pro Barrel (rund 159 Liter). Niedrigere Ölpreise führen wegen der sinkenden Energiekosten für Unternehmen und Verbraucher oft zu höheren Aktienkursen.

Doch auch der wichtigste Titel der Nasdaq, der Datenbank- und Softwareanbieter Oracle, musste Kursverluste hinnehmen. Sein Papier sank um 1,47 % auf 13,38 Dollar. Als Begründung wurden die Spekulationen angeführt, Oracle könnte mehr als bisher bekannt für den geplanten Kauf des indischen Finanzprogrammspezialisten i-flex ausgeben.

Ein weiterer Kursverlierer war das größte Medienunternehmen der Welt, Time Warner. Seine Aktien gaben um 0,86 % auf 17,27 Dollar nach. Negativ auf den Kurs wirkte sich der überraschend hoch ausgefallenen Quartalsverlust bei, den das Unternehmen vor Börsenbeginn veröffentlicht hatte.

Dennoch herrschte laut Analysten nach der bislang gut verlaufenen Bilanz-Saison in den USA Optimismus an der Börse vor. Insgesamt seien die Ergebnisse der wichtigsten Unternehmen und deren Ausblicke besser als prognostiziert, sagte Analyst Michael Malone von S.G. Cowen in New York. „Die Investoren haben ein gutes Gefühl, was die Märkte angeht und auch die Konjunktur“, fügte er hinzu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Mrd. Aktien den Besitzer. 1574 Werte legten zu, 1736 gaben nach und 174 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Mrd. Aktien 1271 im Plus, 1795 im Minus und 170 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 98-20/32. Sie rentierten mit 4,298 %. Die 30-jährigen Bonds kletterten 21/32 auf 113-03/32 und hatten eine Rendite von 4,506 %.

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