US-Aktienmärkte
Vier mal Plus, Dow im Minus

Die Aktienmärkte in New York haben am Montag uneinheitlich geschlossen: Während er Dow Jones zum Handelschluss leicht ins Minus tendierte, schloss der breiter gefasste S&P-500-Index fast unverändert. Die im Nasdaq verzeichneten Technologiewerte konnten dagegen Gewinne verbuchen. Für Unruhe auf dem Parkett sorgte vor allem der schwankende Ölpreis.

HB NEW YORK. Die US-Börsen haben am Montag nach einer Berg- und Talfahrt uneinheitlich geschlossen. Nach anfänglichen Verlusten infolge neuer Rekorde beim Ölpreis und enttäuschender Konjunkturdaten drehten drei der vier wichtigsten Indizes ins Plus, während der Leitindex Dow Jones in der Verlustzone verharrte. Allerdings verringerte er seine frühen Verluste, nachdem der Ölpreis im Handelsverlauf wieder spürbar gesunken war. Der Dow schloss mit minus 0,31 Prozent auf 12 269,08 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index ging mit plus 0,01 Prozent auf 1360,14 Punkte nahezu unverändert aus dem Handel. An der Technologiebörse Nasdaq gewann der Composite-Index 0,83 Prozent auf 2474,78 Zähler und der Nasdaq 100 stieg um 0,95 Prozent auf 1984,76 Zähler.

Nachdem zunächst der WTI-Ölpreis auf ein neues Rekordhoch knapp unter 140 $ pro Barrel gestiegen war und sich zudem die Geschäftsaussichten im verarbeitenden Gewerbe des Bundesstaates New York im Juni überraschend weiter eingetrübt hatten, erlitten die Börsen Verluste. Gewinnmitnahmen drückten den Ölpreis dann wieder unter 134 Dollar und sorgten damit für eine Erholung der Aktienmärkte.

Mit Blick auf einzelne Branchen legten vor allem Titel aus dem Finanzsektor zu, während Aktien des Telekomsektors überwiegend auf der Verkaufsliste standen.

Die wie erwartet ausgefallene Quartalsbilanz von Lehman Brothers unterstützte die Finanzwerte und ließ die Lehman-Aktie selbst um 5,39 Prozent auf 27,20 Dollar steigen. Zwar schrieb die Investmentbank wegen der Folgen der Finanzkrise tiefrote Zahlen im zweiten Quartal und meldete einen Verlust von 2,8 Mrd. Dollar, doch war das keine Überraschung mehr und die Aktie hatte deshalb bereits in jüngster Zeit kräftig eingebüßt. Eine Kapitalerhöhung um sechs Mrd. Dollar hatte Lehman zudem in der Vorwoche abgeschlossen und auch erste personelle Konsequenzen aus der aktuellen Krise gezogen.

Im Dow Jones gewannen die Titel der Citigroup 1,71 Prozent auf 20,83 Dollar. JP Morgan rückten um 0,91 Prozent auf 39,94 Dollar vor. Die Titel der Bank of America kletterten um 1,81 Prozent auf 30,32 Dollar nach oben. AIG büßten 0,50 Prozent auf 34,01 Dollar ein. Der Versicherungskonzern gab nach Milliardenverlusten einen Chefwechsel bekannt, der aber von den Analysten teilweise kritisch kommentiert wurde. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Martin Sullivan trat am Sonntag zurück. Nachfolger wurde der frühere Citigroup-Manager Robert Willumstad. Die Citigroup kommentierte, der Wechsel komme nicht völlig unerwartet und trage auch nicht dazu bei, dem Unternehmen sofortige Glaubwürdigkeit zurückzugeben. Der neue Chef Willumstad habe zwar Management-Erfahrungen im Finanzdienstleistungsbereich, aber ihm fehle der Versicherer- Hintergrund.

Die vorsichtigere Einschätzung der UBS zum Telekomsektor, in deren Folge Verizon und AT&T abgestuft wurden, belastete diese Aktien: Verizon büßten als schwächster Dow-Wert 2,92 Prozent auf 36,24 Dollar ein und AT&T sanken um 1,39 Prozent auf 36,17 Dollar. Die neue Einschätzung resultiere aus der schwachen Wirtschaftsentwicklung und dem verstärkten Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt, schrieb Analyst John Hodulik. Das zweite Halbjahr werde daher schwierig werden. Er rechnet unter anderem verstärkt mit Verlusten im Festnetzbereich und geringeren Werbeeinnahmen im Breitbandgeschäft.

Research In Motion (RIM) stiegen als einer der Favoriten im Nasdaq 100 um 6,01 Prozent auf 140,98 Dollar. Die Citigroup rechnet damit, dass die Ergebnisse im ersten Geschäftsquartal 2008/09 die Erwartungen übertreffen werden und der Blackberry-Anbieter die Prognosen anheben werde, wenn er am 25. Juni seine Zahlen vorlegt.

Am New Yorker Rentenmarkt drehten die meisten Festverzinslichen nach einem überwiegend freundlichen Handelsverlauf in die Verlustzone. Richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen verloren 1/32 Punkte auf 96 29/32 Punkte und rentierten mit 4,262 Prozent. Der Euro, der am Nachmittag zeitweise die Marke von 1,55 Dollar überschritten hatte, sank bis zum späten Abend auf 1,5476 Dollar.

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