Verluste in Tokio, Hongkong und Singapur
Sorge um US-Zinsen belastet Asiens Aktienmärkte

Die anhaltenden Befürchtungen weiterer Leitzinserhöhungen in den USA haben die asiatischen Aktienmärkte am Montag belastet. Der japanische Leitindex Nikkei rutschte nach anfänglichen Kursgewinnen deutlich ins Minus und sank erneut unter die Marke von 16 000 Punkten.

HB TOKIO. „Es gibt angesichts der Ungewissheit darüber, wie lange die Zinserhöhungen weitergehen werden, Sorgen um den US-Konsum“, sagte Aktienstratege Kenichi Azuma von Cosmo Securities. Nach Einschätzung anderer Kollegen sollten die Kurse an der japanischen Börse derzeit bereits niedrig genug sein, um wieder Interessenten anzulocken. „Die Investoren stehen bereit, in den Markt zu kommen. Aber sie finden keine Gründe dafür“, stellte ein Marktteilnehmer fest.

Der 225 Werte umfassende Nikkei ging mit einem Abschlag von 1,8 Prozent auf knapp 15 858 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix büßte 1,4 Prozent auf knapp 1616 Zähler ein. Auch die Märkte in Hongkong, Seoul und Singapur verbuchten teils kräftige Verluste.

Auch am Devisenmarkt richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger wieder stärker auf die Leitzinsen in den USA. Analysten zufolge hielten Investoren nach den jüngsten Verkäufen der US-Währung inne. Seit Mitte vergangenen Monats ist der Dollar unter Druck: Der anhaltende Konflikt um das iranische Atomprogramm und vermehrte Aufmerksamkeit für das US-Handels- und Haushaltsdefizit belasten den Dollar. Händlern zufolge haben Investoren diese Sorgen nun zurückgestellt und schauen mehr auf den Zinssatz-Vorteil des Dollars zu Euro und Yen. Am Tokioter Nachmittag kostete der Euro 1,2720 Dollar nach 1,2771 Dollar. Die US-Währung lag bei 112,43 Yen nach 111,68 Yen im späten US-Handel am Freitag. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar mit 1,2212 Franken. Der Euro notierte mit 1,5536 Schweizer Franken.

Nach einem Rückgang der Ölpreise am Freitag gerieten in Tokio Aktien aus der Branche unter Druck. So verbilligten sich die Anteilsscheine von INPEX Holdings um 5,3 Prozent auf 947 000 Yen. Die von Nippon Mining Holdings purzelten um fast acht Prozent ins Minus auf 948 Yen.

Zu den Gewinnern zählten Papiere aus dem Technologiesektor. Die Aktien von Sony kletterten um 0,8 Prozent auf 5120 Yen. Zuvor hatte eine Zeitung berichtet, der zweitgrößte Telekommunikationskonzern des Landes KDDI wolle im Juni unter dem Markennamen Walkman neue Handy-Modelle von Sony Ericsson mit Musik-Abspielfunktion herausbringen. Die Papiere von KDDI verteuerten sich um 1,4 Prozent auf 737 000 Yen. Die Erholung der US-Währung stützte auch die Kurse einiger Aktien von exportorientierten Unternehmen. So legten die Titel von Honda Motor ein halbes Prozent auf 7560 Yen zu. Die Aktien von Toyota Motor fielen hingegen um ein halbes Prozent auf 6060 Yen.

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