Vor allem Energieaktien auf der Verkaufsliste
Nikkei schließt deutlich schwächer

Negative Vorgaben aus den USA haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag belastet. Der Euro legte zum Dollar zu. Der Ölpreis gab leicht nach. An der Tokioter Börse schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 2,4 % im Minus bei 13 359 Punkten. Der breiter gefasste Topix Index verlor 2,7 % auf 1371 Zähler.

HB TOKIO. Der gesunkene Ölpreis drückte vor allem auf den Kurs von Energie-Aktien. Auch die Börsen in Hongkong, Südkorea, Singapur und Taiwan gaben teils deutlich nach. Die US-Börsen hatten am Vorabend ebenfalls schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 1,19 % ermäßigt mit 10 317 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index sackte um 1,49 % auf 1196 Zähler ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,7 % auf 2103 Stellen.

Viele Investoren in Fernost hätten auf eine Gelegenheit gewartet, um Aktien zu verkaufen und damit die Kurse zu drücken - diese Gelegenheit sei nach den Verlusten an der Wall Street gekommen, sagte Analyst Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Die Anleger trennten sich vor allem von Papieren, die sie für überbewertet hielten. Dazu zählten Bankentitel wie die Mizuho Financial Group, die 5,71 % nachgaben, und Technologiewerte wie Advantest die 3,62 % verloren.

Energieaktien litten unter dem deutlich gesunkenen Ölpreis. Der Preis je Barrel US-Leichtöl sank in Asien zwischenzeitlich auf 62,23 Dollar und damit auf ein Zwei-Monats-Tief. Zuvor hatten Daten auf eine nachlassende Nachfrage nach Benzin in den USA hingedeutet. Die Aktien von Nippon Oil gaben um 4,3 % nach.

Am Devisenmarkt profitierte der Euro von der Zurückhaltung der Investoren vor Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für September am Freitag. Volkswirte erwarten im Durchschnitt, dass in Folge des Hurrikans „Katrina“ außerhalb der Landwirtschaft 129 000 Stellen verloren gingen. Auf dem Dollar lasteten auch Spekulationen, Venezuela könne seine Devisenreserven aus US-Staatsanleihen abziehen und Russland könne zur Eindämmung der Inflation eine Neubewertung des Rubels anstreben. Der Euro verteuerte sich in Fernost auf 1,2060 Dollar, nach 1,1974 Dollar im späten Handel in New York. Zur japanischen Währung tendierte der Dollar nahezu unverändert bei 113,87 Yen. Der Preis je Feinunze Gold profitierte vom gesunkenen Dollar und stieg leicht auf 466,35 Dollar.

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