Währungen
Enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht dämpft Eurokurs

Der enttäuschende Arbeitsmarktbericht aus den USA hat die Gemeinschaftswährung kurzzeitig unter die Marke von 1,30 Dollar fallen lassen. Der Euro erholte sich am Nachmittag jedoch wieder von der Nachricht.
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Frankfurt/MainDer Kurs des Euro hat am Freitag eine kleine Berg- und Talfahrt hingelegt. Die Gemeinschaftswährung erholte sich nach dem am Nachmittag veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht von vorherigen Verlusten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3048 US-Dollar gehandelt. Im Mittagshandel war der Eurokurs kurzzeitig unter die Marke von 1,30 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3012 (Donnerstag: 1,3102) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7685 (0,7632) Euro.

„Der US-Arbeitsmarktbericht für den Dezember hat etwas enttäuscht“, sagte Antje Praefcke, Devisenexpertin bei der Commerzbank. Nach dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht hätten einige Anleger offenbar mit einem stärkeren Beschäftigungsaufbau gerechnet. Dies hat laut Praefcke den Dollar belastet. Insgesamt waren im Dezember 155 000 neue Stellen geschaffen worden. Der Trend der Vormonate setzte sich damit fort und signalisiert laut Volkswirten eine Fortsetzung der moderaten Konjunkturerholung in den USA.

Das am Donnerstagabend veröffentlichte Protokoll zur Sitzung der US-Notenbank vom 11. und 12. Dezember hatte zunächst den Dollar beflügelt. Mehrere Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss der Fed halten ein Herunterfahren beziehungsweise eine Beendigung der monatlichen Anleihekäufe von derzeit 85 Milliarden Dollar im Monat „deutlich vor Jahresende“ für angemessen. Diese Aussagen waren laut Praefcke überraschend, da die Fed bisher keinen zeitlichen Rahmen vorgegeben habe. „Zudem haben einige Mitglieder auf die Risiken des Programm verwiesen und gezeigt, dass sie sich mit dem Programm unwohl fühlen.“

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81230 (0,81075) britische Pfund, 114,96 (113,93) japanische Yen und 1,2092 (1,2090) Schweizer Franken festgesetzt. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1648,00 (1679,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39 660,00 (40 690,00) Euro.

 
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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