Wall Street
Dow rettet kleines Plus ins Ziel

Lange sah es so aus, als können die US-Börsen am Mittwoch klare Gewinne einfahren. Gute Unternehmensnachrichten und in Maßen der Zinsentscheid der Notenbank Fed trieben die Kurse. Gerade Finanztitel gaben ihr anfängliches Plus wieder ab. Insgesamt ergbt sich bei den Indizes ein uneinheitliches Bild zum Handelsschluss. Der Marktbericht.
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HB NEW YORK. Die US-Börsen sind am Mittwoch uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während der Dow-Jones-Index und der S&P-500-Index leicht im Plus schlossen, ging der technologieorientierte Nasdaq mit moderaten Abschlägen aus dem Geschäft. Die Entscheidung der US-Notenbank Fed , die Leitzinsen auf längere Zeit bei null bis 0,25 Prozent zu belassen, beflügelte das Geschäft kaum. „Die Zinsentscheidung war absolut erwartet worden“, sagte Keith Springer, der Präsident von Capital Financial Advisory Services in Sacramento (weiterführende Informationen finden Sie hier).

Der Dow-Jones-Index legte bis zur Schlussglocke um 0,3 Prozent auf 9802 Zähler zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,1 Prozent auf 1046 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,1 Prozent auf 2055 Stellen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging in Frankfurt mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 5444 Zählern aus dem Handel.

Grund für die Kursgewinne waren vor allem eine zuversichtliche Prognose des Autoherstellers Nissan sowie der schwächere US-Dollar. Zudem profitierte die Wall Street von Job-Daten für die Privatwirtschaft.

Trotz guter Zahlen der französischen Großbank Societe Generale konnten die Banken ihre anfänglichen Gewinne nicht halten. Die Bank of America und der Citigroup gingen mit Abschlägen von 0,7 beziehungsweise 1,7 Prozent aus dem Geschäft.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen die Anteilsscheine von Krankenversicherern, nachdem US-Präsident Barack Obama und seine Demokratische Partei bei den Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey eine herbe Niederlage eingesteck hatten. Die Schlappe könnte die Gesundheitsreform - das wichtigste innenpolitische Reformprojekt Obamas - verlangsamen. Das würde den Versicherern eine Schonfrist geben. Der Morgan-Stanley-Healthcare-Payor-Index stieg um 4,7 Prozent, nachdem er zeitweilig über sechs Prozent im Plus gelegen hatte.

Der Stellenabbau in den USA hat sich im Oktober verlangsamt. Einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge sank die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft um 203 000. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Minus von 190 000 gerechnet. Im September fiel die Bilanz zudem etwas besser aus als zunächst ermittelt. Die Zahl der abgebauten Stellen wurde auf 227 000 revidiert, nachdem zunächst von einem Minus von 254 000 die Rede war. „Die Daten geben den Optimisten weitere Nahrung“, sagte Alan Lancz, Präsident von Alan B. Lancz & Associates.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,35 Mrd. Aktien den Besitzer. 1623 Werte legten zu, 1398 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,23 Mrd. Aktien 1048 im Plus, 1631 im Minus und 102 unverändert. An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 13/32 auf 100-27/32 nach. Sie rentierten mit 3,5180 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 1-1/32 auf 101-24/32 und hatten eine Rendite von 4,3918 Prozent.

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