Wall Street
Fed beruhigt Börsen - Apple belastet Nasdaq

Die Entscheidung der Fed, mit der Zinsanhebung noch zu warten, hat die Anleger beruhigt. Allerdings belasteten die miesen Quartalsberichte von Apple und Twitter: Die Zahlen der Technologiegrößen nagten am Vertrauen.

New YorkDie US-Notenbank Fed hat am Mittwoch mit ihrer Zögerung für eine weitere Zinsanhebung die US-Börsen beruhigt. Marktteilnehmer hatten ein stärkeres Signal für eine Zinserhöhung im Juni erwartet. Die Fed-Erklärung war zwar etwas optimistischer als noch im März, sagte Portfoliostratege Brian Jacobsen von Wells Fargo Funds Management.

"Der Juni dürfte für eine Anhebung jedoch noch zu früh sein, wenn wir keinen ordentlichen Anstieg der Inflationszahlen sehen." Ein enttäuschender Quartalsbericht von Apple belastete jedoch die Technologiebörse Nasdaq. Die Geschäftszahlen nagten am Vertrauen der Investoren, sagte Anlagestratege Brad McMillan vom Handelshaus Commonwealth Financial.

Der Dow-Jones-Index beendete den Handel mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 18.042 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte um 0,2 Prozent auf 2095 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,5 Prozent auf 4863 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 0,4 Prozent fester bei knapp 10.300 Punkten.

Apples Quartalsbericht lag den Anlegern schwer im Magen. Der Quartalsumsatz ging erstmals seit 13 Jahren zurück, die iPhone-Verkäufe das erste Mal überhaupt. Die Apple-Aktie stürzte über sechs Prozent ab und notierte erstmals seit Februar unter der Marke von 100 Dollar.

Twitter lag mit seiner Umsatzprognose deutlich unter den Markterwartungen. Twitters Börsenwert schrumpfte um gut 15 Prozent zusammen.

Ebay dagegen zählten mit einem Kursplus von gut drei Prozent zu den Gewinnern. Das Online-Auktionshaus schnitt im Quartal besser ab als von Experten vorausgesagt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 997 Millionen Aktien den Besitzer. 2130 Werte legten zu, 886 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,91 Milliarden Aktien 1504 Werte im Plus, 1318 im Minus und 151 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen nach dem Fed-Entscheid die Kurse. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 20/32 auf 97-29/32. Sie rentierten mit 1,85 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten 31/32 auf 95-26/32 zu und hatten eine Rendite von 2,70 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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