Wall Street
Keine Rally zum Heiligen Abend

Am letzten Handelstag vor Weihnachten ist die Aufwärtsrally der vergangenen vier Wochen an der Wall Street vorerst gestoppt. Insgesamt blieb der Handel dünn. Trotz positiver Konjunkturdaten bewegten sich die Kurse an den New Yorker Börsen kaum. Der S&P und der Nasdaq-Index schlossen leicht im Minus. Die Anleger blieben für den Handel in der letzten Dezember-Woche sowie zu Jahresbeginn skeptisch und schließen auch eine Rückwärtsbewegung am Aktienmarkt nach den jüngsten Gewinnen nicht aus
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HB/Reuters NEW YORK. Am Donnerstag legte der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,1 Prozent auf 11.573 Punkte zu. Das Marktbarometer bewegte sich im Handelsverlauf zwischen 11.542 und 11.580 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 gab dagegen um 0,2 Prozent auf 1256 Stellen nach. Der Index war am Mittwoch auf den höchsten Stand seit der Pleite des US-Investmentbank Lehman Brothers vor mehr als zwei Jahren geklettert. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 2665 Zähler. Für die Gesamtwoche ergibt sich damit ein Plus von 0,7 Prozent beim Dow, von einem Prozent beim S&P und von 0,9 Prozent beim Nasdaq-Index. In Frankfurt ging der Dax 0,1 Prozent tiefer bei 7057 Zählern in die Weihnachtsfeiertage.

Die anhaltende Kauflaune der Amerikaner hielt die Kurse weiterhin zwar auf einem relativ hohen Niveau, einige Anleger fürchten jedoch eine potenzielle Schwäche zu Beginn des kommenden Jahres. Die privaten Konsumausgaben stiegen im Dezember zum fünften Mal in Folge - trotz anhaltend hoher Arbeitslosigkeit. "Wir sind zwar recht optimistisch", sagt Ryan Detric, Analyst bei Schaeffer\'s Investment Research, "aber auf lange Frist gesehen könnte es eine Korrektur von fünf bis sieben Prozent geben."

Im Fokus des Handels standen die Aktien des Stoffhändlers Jo-Ann Stores(JAS.N), der im kommenden Jahr vom Finanzinvestor Leonard Green übernommen wird. Das Papier sprang um knapp 32 Prozent in Höhe. Micron(MU.O)-Papiere lagen hingegen rund 4,1 Prozent im Minus. Der Konzern rechnet mit einem Preisrückgang bei Chips für Handys und Kleincomputer.

Die Anleger interessierten sich zudem für Energiewerte. Das Winterwetter in Europa und Nordamerika lässt die Nachfrage und damit die Ölpreise steigen. Der Preis für ein Fass WTI lag bei 91,52 Dollar. Die Anteilscheine des Ölriesen Exxon Mobil stiegen rund 0,5 Prozent, Chevron(CVX.N)-Aktien gewannen 0,9 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 620 Millionen Aktien den Besitzer. 1431 Werte legten zu, 1523 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,27 Milliarden Aktien 1173 im Plus, 1478 im Minus und 119 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 9/32 auf 93-20/32. Sie rentierten mit 3,389 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 10/32 auf 96-13/32 nach und hatten eine Rendite von 4,471 Prozent.

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