Weiter Wirbel um Postbank-Börsengang
Gähnende Langeweile im Dax

Der Feiertagshandel war weder einmal nur etwas für ganz Eingefleischte. Der Dax beendete den weitgehend umsatzlosen Handel mit einem leichten Plus. Händler zeigten sich frustriert und sprachen von einer „völlig überflüssigen Veranstaltung“.

HB FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) stieg bis zum Xetra-Handelsschluss um knapp 0,5 % auf rund 3 921 Punkte. Im späten Parketthandel bewegte sich nicht mehr viel. Dort schloss der LDax bei 3 925 Zählern.

„Der Umsatz ist noch geringer als zuletzt an Christi Himmelfahrt“, klagte ein Händler. Mit New York war am Montag der größte Finanzplatz der Welt geschlossen. Zudem blieben auch die Märkte in London und Zürich zu, so dass der erfahrungsgemäß ohnehin dünne Feiertagshandel noch weiter ausdünnte. Der Umsatz der auf Xetra gehandelten Aktien brach denn auch auf rund zwölf (Freitag 71) Million Stück ein, rund zwölf Prozent des 90 Tage-Durchschnitts. Damit lag das Volumen noch deutlich unter dem von Christi Himmelfahrt (52 Millionen), als ebenfalls die Börsen geöffnet waren.

„Die Kursbewegungen sind rein zufallsbedingt. Von einem Trend kann keine Rede sein. Wir könnten auch 0,5 % im Minus liegen“, sagte ein Händler bei einer Großbank in Frankfurt. In einigen Handelsräumen war am späten Nachmittag telefonisch niemand mehr zu erreichen. Neben den großen US-Börsen sowie London und Zürich waren sechs weitere europäische Handelsplätze am Montag geschlossen. „Das ist heute eine völlig überflüssige Veranstaltung“, ärgerte sich ein Händler.

Der Anschlag in Saudi-Arabien, wo am Wochenende 22 Menschen bei einem Angriff der Islamistenorganisation El Kaida ums Leben gekommen waren, spielte nach Einschätzung von Händlern kaum eine Rolle. Es sei zwar erfreulich, dass der Dax trotz des Terrors und der damit verbundenen Gefahr erneut steigender Ölpreise leicht zugelegt habe, doch in Anbetracht zahlreicher wichtiger Konjunkturdaten im Verlauf der Woche bleibe die weitere Entwicklung abzuwarten.

Allerdings schüre der Anschlag die Spekulationen auf steigende Ölpreise weiter. An der Tokioter Rohstoffbörse TOCOM stiegen die Preise um rund zwei Prozent. Wegen des Feiertages blieben die Rohstoffbörsen in New York und London am Montag geschlossen. Der Anstieg der Ölpreise hat in den USA und der Euro-Zone zu höheren Inflationsraten geführt und damit die Spekulationen auf steigende Zinsen angeheizt.

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